---
title: "Péter Márki-Zay schlägt Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre im Rahmen einer neuen Verfassungsreform vor"
description: "Der ungarische Ministerpräsident Péter Márki-Zay schlug vor, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken, da er die Jugend für bereit hält, das Land zu führen. Die Initiative ist in eine umfassende Verfassungsreform eingebettet, deren Ziel es ist, den „modernen Feudalismus“ zu beseitigen und die Machtstruktur zu erneuern. 🇭🇺🗳️"
date: 2026-07-18T13:52:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/marki-zay-senkt-wahlalter-auf-16-jahre-im-rahmen-einer-neuen-verfassungsreform
tags: [peter-magyar, hungary, constitution-reform, voting-age]
publisher: "XAB.info"
---

# Péter Márki-Zay schlägt Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre im Rahmen einer neuen Verfassungsreform vor

![Peter Matyár hält eine Rede vor den Flaggen der EU und Ungarns und diskutiert die Verfassungsreform und die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre](https://xab.info/media/2026/07/18/madjar-snilaizhizh-izbiratelnyy-tsenz-do-16-let/madjar-snilaizhizh-izbiratelnyy-tsenz-do-16-let-1.webp)

In Ungarn gewinnt eine umfassende politische Reform an Dynamik, die die Machtstruktur und die Prinzipien der Bürgerbeteiligung im Staat grundlegend verändern könnte. Im Zentrum der neuen Agenda steht die Initiative des Ministerpräsidenten Péter Márki-Zay zur Senkung des Wahlalters.

### Jugendliche sind bereit für die Macht

Der Staatsführer äußerte die Überzeugung, dass die heutige Generation der Ungarn, die noch nicht volljährig ist, über ausreichende Kenntnisse und Vorbereitung verfügt, um Einfluss auf das Schicksal des Staates zu nehmen. In einer Erklärung auf seiner Facebook-Seite kündigte Márki-Zay an, legislative Änderungen persönlich zu unterstützen, die es ermöglichen würden, ab 16 Jahren zu wählen.

«Ich bin überzeugt, dass heute die meisten Menschen unter 18 Jahren ausreichend vorbereitet und informiert sind, um das Recht auf Mitbestimmung bei unseren gemeinsamen Entscheidungen zu haben. Was mich betrifft, würde ich im Rahmen des Verfassungsprozesses die Senkung des Alterslimits für Wähler auf 16 Jahre unterstützen», betonte der ungarische Ministerpräsident.

### Kampf gegen den „modernen Feudalismus“

Die Initiative zur Senkung des Wahlalters ist Teil eines umfassenderen Plans zur Umgestaltung des staatlichen Systems. Zuvor wurde im Land der 17. Zusatzartikel zur Verfassung verabschiedet, der eine tiefgreifende Reform der politischen Hierarchie einleitet. Gemäß den neuen Regeln besteht die Möglichkeit, den amtierenden Präsidenten Tamás Sulyok und den Vorsitzenden des Verfassungsgerichts von ihren Ämtern zu entfernen.

Péter Márki-Zay kündigte den Beginn des Prozesses zur Befreiung des Landes von der jahrzehntelangen Kontrolle der Bürokratie an. Der Politiker versprach, das, was er als „modernen Feudalismus“ bezeichnete, vollständig zu beseitigen und die Befugnisse von Beamten zu beenden, deren Arbeit seiner Meinung nach nicht den Interessen der Nation dient.

### Professionalismus statt Zirkus

Trotz des Strebens, junge Menschen einzubeziehen, betonte Márki-Zay die Notwendigkeit, die Ernsthaftigkeit der staatlichen Institutionen zu wahren. Er zog einen historischen Vergleich zu den Ereignissen von 1912, als im Gebäude des ungarischen Parlaments Schüsse fielen, und erinnerte an die Wichtigkeit des Respekts gegenüber dem Gesetzgebungsorgan.

Der Ministerpräsident zitierte auch ein englisches Sprichwort: „Wenn ein Clown in den Palast kommt, wird er nicht zum König – der Palast verwandelt sich in einen Zirkus“. Diese Metapher wurde zum zusammenfassenden Akzent seiner Rede über die Bedeutung von Professionalismus in der Politik. Nach seinen Worten sollten nur diejenigen ins Parlament gelangen, die wirklich bestrebt sind, zum Wohle des Landes zu arbeiten, und nicht den Gesetzgebungsprozess in eine Show zu verwandeln.

In den letzten Monaten ist die Arbeit des ungarischen Abgeordnetenhauses dynamischer geworden, was nach Ansicht des Führers bereits die Aufmerksamkeit der Jugend auf sich zieht und die Politik wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückt.