In der Oblast Lwiw entbrennt ein schwerwiegender hygienischer Skandal. Nach einem Badeausflug am Zadorozhne-See im Rajon Stryj wurden Dutzende Menschen mit Symptomen einer akuten Darminfektion ins Krankenhaus eingeliefert. Nach den neuesten Angaben hat die Zahl der Betroffenen 51 erreicht, wobei die überwältigende Mehrheit Kinder sind.
Ausmaß der Tragödie
Bis zum Abend des 7. Juli wandten sich 51 Personen an medizinische Einrichtungen der Region. Die Situation erfordert ernsthafte medizinische Interventionen: 49 Patienten wurden stationär aufgenommen, zwei weitere Kinder werden ambulant behandelt. Unter den Hospitalisierten befinden sich 44 Kinder.
Zur Unterbringung der Erkrankten wurden mehrere medizinische Einrichtungen der Oblast herangezogen:
- In das Oblastische Infektionskrankenhaus Lwiw wurden 35 Patienten aufgenommen, davon 32 Kinder.
- In die Infektionsabteilung des KNP „TMO „SMOL“ des Rajons Stryj wurden zwei Personen, darunter ein Kind, eingeliefert.
- In das Stadtkrankenhaus Noworazdolne wurden zwei weitere Verletzte hospitalisiert, einer davon ein Kind.
Verursacher und Reaktion der Behörden
Experten haben bereits den Erreger identifiziert: Ursache der Massenkrankheit war eine Rotavirus-Infektion. Der Ausbruch wurde Ende Juni am Ufer des Zadorozhne-Sees registriert, der sich in der Nähe der Dörfer Drohowytsch und Werbej befindet. Das Gewässer untersteht der Gemeindeverwaltung der Stadt Nikolajiw und der Landgemeinde Trostjanec.
Die Militärverwaltung der Oblast Lwiw (OWA) bestätigte, dass die Situation von der sanitär-epidemiologischen Behörde unter Kontrolle ist. Die genauen Ursachen für diese Masseninfektion werden jedoch weiterhin untersucht.
Strafverfahren
Nach dem Vorfall ergriffen die Behörden strenge Maßnahmen. Das Baden im Zadorozhne-See wurde untersagt. Die Strafverfolgungsbehörden haben ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen Sanitärregeln und -normen eingeleitet, die der Verhütung von Infektionskrankheiten und Massenvergiftungen dienen.
Dieser Fall erinnert erneut an die Wichtigkeit der Hygiene und Vorsicht beim Baden in natürlichen Gewässern, wo die Kontrolle der Wasserqualität unzureichend sein kann.