Der Energiesektor der Ukraine wurde erneut Ziel eines massiven Angriffs. In der Nacht zum Morgen griffen russische Streitkräfte mit Selbstmorddrohnen Schlüsselobjekte von „Ukranfta' und Produktionsanlagen in der Oblast Poltawa an. Die Folgen des Angriffs haben bereits zum Stillstand mehrerer Unternehmen und zu menschlichen Opfern geführt.

Angriffe auf die Kraftstoffinfrastruktur

Laut Informationen, die RBC-Ukraine vom Vorstandsvorsitzenden der NAK „Naftogaz Ukraine', Sergei Korezky, erhalten hat, wurden mehrere Tankstellenkomplexe (AZK) von „Ukranfta' getroffen. Angriffe wurden in den Oblasten Saporischschja, Nikolajew und Dnipropetrowsk registriert.

Besondere Besorgnis erregt ein Vorfall während eines Angriffs mit einer Selbstmorddrohne „Schahed'. Durch die Explosion erlitt eine Mitarbeiterin einer Tankstelle schwere Verletzungen. Die Verletzte wurde in schwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Derzeit ist der Betrieb der beschädigten Tankstellenkomplexe vollständig eingestellt.

Schäden in der Oblast Poltawa

In der Nacht und am Morgen wurden auch Produktionsanlagen in der Oblast Poltawa getroffen. Laut Angaben des Unternehmens erlitten Objekte zur Gasförderung und -speicherung erhebliche Schäden. Dies zwang das Management, den Betrieb eines Teils der Anlagen zur Durchführung von Reparaturarbeiten und zur Schadensbewertung einzustellen.

Dennoch endeten nicht alle Vorfälle katastrophal. An einem der Objekte gelang es dank des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) und der Spezialisten von „Naftogaz', das Feuer schnell zu löschen. Dank der koordinierten Arbeit kam es zu keinen Verletzten unter dem Personal oder den Rettungskräften.

Statistik der Verluste und Beschuss

Dies ist kein Einzelfall von Angriffen auf die Energieinfrastruktur. Im Mai dieses Jahres zerstörte Russland im Rahmen eines kombinierten Angriffs mit ballistischen Raketen und Drohnen eine der Tankstellen von „Ukranfta' in der Oblast Dnipropetrowsk vollständig.

Sergei Korezky präsentierte eine beunruhigende Statistik der Verluste. Seit Beginn des vollen Invasion sind 320 Mitarbeiter der Gruppe „Naftogaz' ums Leben gekommen. Davon starben 19 Personen im Jahr 2026. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden 96 Beschüsse von Unternehmensobjekten registriert, was auf einen systematischen Druck auf den Energiesektor des Landes hindeutet.