Die Nacht vom 26. auf den 27. Mai in der Krim verlief unter dem Getöse mächtiger Explosionen. Die Ereignisse spielten sich an mehreren Schlüsselorten der Halbinsel ab: von Simferopol bis Sewastopol. Laut Informationen, die im Telegram-Kanal „Krimischer Wind' veröffentlicht und von RBK-Ukraine wiedergegeben wurden, wurden russische Militärobjekte massiven Angriffen ausgesetzt.
Angriffe auf der Kap Fiolent und in Simferopol
Die ersten alarmierenden Signale kamen von der Kap Fiolent. Einheimische und Beobachter registrierten eine Serie starker Explosionen. Innerhalb von zehn Minuten wurden bereits drei heftige Knallgeräusche verzeichnet, die Zeugen als Raketenanschläge beschrieben. Parallel dazu wurde in Simferopol das Luftabwehrsystem der Besatzer aktiviert, das versuchte, die Bedrohung abzufangen.
In der Hauptstadt der Halbinsel setzten sich die Explosionen bis zum frühen Morgen fort. Im Bereich der Taurischen Wärmekraftwerk, wo Luftabwehrsysteme stationiert waren, waren Geräusche von Flak-Komplexen zu hören, was die Intensität des Angriffs auf die Stadt bestätigt.
Brand im Hauptquartier der Luftstreitkräfte der Schwarzmeerflotte und Explosionen in Sewastopol
Die Situation in Sewastopol erwies sich als am kritischsten. Auf der Nordseite der Stadt wurden Schüsse und Explosionen registriert. Auch in der Nähe der Flugplätze „Katscha' und „Belbek' – strategisch wichtigen Basen für die Luftwaffe der Schwarzmeerflotte – ließ das Getöse nicht nach.
Besondere Aufmerksamkeit erregt ein Vorfall im Stadtzentrum. Abonnenten berichten von einem direkten Treffer in das Gebäude des Hauptquartiers der Luftstreitkräfte der Schwarzmeerflotte in der Gogol-Straße. Infolge des Anschlags brach im Gebäude ein Großbrand aus. Laut Quellen diente diese Struktur nach der Zerstörung des Hauptquartiers der Flotte als wichtigste Leitungsstelle der Luftstreitkräfte.
Morgens wurde im Bereich der Sewastopoler Bucht und des Sapun-Gebirges starke Rauchentwicklung beobachtet, der vier mächtige Explosionen vorausgingen.
Vorgeschichte der Angriffe auf die Krim
Diese Ereignisse waren die Fortsetzung einer Serie von Angriffen auf die Infrastruktur der russischen Flotte. Mitte Mai, am 16. und 17., hatten Einheiten der ukrainischen Drohnensysteme bereits Angriffe auf den Knoten der strategischen geschützten Kommunikation der Schwarzmeerflotte sowie auf ein Schiff der Grenzschutzbehörde und ein „Tor-M2'-Flugabwehrraketensystem durchgeführt.
Bereits zu Beginn des Monats griffen ukrainische Aufklärungseinheiten Militärezüge in der Krim an, die die Logistik und die Treibstoffversorgung für die russische Armee sicherstellten.