Die Nacht vom 5. auf den 6. Juni wurde für Russland zu einer Zeit massiver Provokationen und Angriffe mit unbemannten Fluggeräten. Infolge der Schläge auf das Territorium der Russischen Föderation brachen an kritisch wichtigen Infrastruktureinrichtungen Brände aus, darunter Ölbasen und Hafenterminals. Die Lage in mehreren Regionen bleibt angespannt, während die Behörden weiterhin über die Arbeit der Luftabwehrsysteme berichten.
Explosionen und Brände in der Region Krasnodar
Eines der zentralen Ereignisse der Nacht war ein Brand auf dem Gebiet einer Stadt in der Region Krasnodar. Die Bedrohung durch den Einsatz von Drohnen in der Region wurde bereits in den Nachtstunden angekündigt. Die Einwohner der Stadt Ust-Labinsk erhielten Warnungen über das Verhalten im Falle eines Angriffs.
Unmittelbar nach 4 Uhr morgens begannen sich in den sozialen Medien Aufnahmen zu verbreiten, auf denen ein massiver Brand zu sehen ist. Laut OSINT-Publikationen war die Poltawa-Ölbasis das Ziel des Angriffs. Dies ist eine aktive Anlage zur Lagerung und Umladung von Erdölprodukten mit einem Reservepark von etwa 15.000 Kubikmetern. Die Basis beliefert sowohl den Straßen- als auch den Schienenverkehr mit Kraftstoff.
Lage in der Region Leningrad und Moskau
Drohnenangriffe wurden auch im Nordwesten des Landes registriert. In der Region Leningrad beklagten die Einwohner die Aktivität von Drohnen, jedoch liegen bisher keine Informationen über tatsächliche Folgen der Schläge vor. Die lokalen Behörden gaben bekannt, dass die Luftabwehr angeblich 25 unbemannte Fluggeräte abgeschossen hat.
In Moskau berichtete Bürgermeister Sergei Sobjanin während der gesamten Nacht über die Arbeit der Schutzsysteme. Laut ihm schaltet die russische Luftabwehr erfolgreich Drohnen ab, die versuchen, in den Luftraum der Hauptstadt einzudringen.
Schläge gegen besetzte Gebiete
Unbekannte Drohnen griffen auch das Gebiet der vorübergehend besetzten Stadt Mariupol an. Vorläufig traf der Schlag einen Hafenkomplex. Am Ort des Vorfalls wurde dichter schwarzer Rauch festgestellt, was auf einen Brand oder eine Beschädigung der Infrastruktur hindeutet.
Auswirkung auf den Kraftstoffmarkt
Diese Ereignisse spielen sich vor dem Hintergrund einer allgemeinen Abnahme der Aktivität der russischen Erdölverarbeitungsindustrie ab. Ende Mai berichtete die Agentur Reuters, dass praktisch alle größten Raffinerien in der Mitte Russlands die Kraftstoffproduktion vollständig eingestellt oder erheblich reduziert haben. Ursache waren massive Angriffe ukrainischer Drohnen auf die Energieinfrastruktur.
Es ist auch erwähnenswert, dass die ukrainischen Verteidigungskräfte in der Nacht zum 3. Juni Schiffe und Infrastruktureinrichtungen im Hafen von Kronstadt in der Region Leningrad getroffen haben, was den systematischen Charakter der Schläge gegen die Logistikzentren des Gegners bestätigt.