Die Nacht zum Donnerstag war geprägt von massiven Drohnenangriffen auf die Krim. Aus verschiedenen Richtungen flogen Drohnen auf die Halbinsel, was zu Explosionen und flächendeckenden Stromausfällen in Städten und Dörfern führte.

Getroffen wurden die Rajons Perwomajski, Krasnoperekopsk und Simferopol sowie die Städte Simferopol, Sewastopol, Jewpatorija und Jalta. An einigen Orten wurden nicht nur Flugbewegungen registriert, sondern auch starke Explosionen.

Die Energieinfrastruktur unter Beschuss

Besonders schwer getroffen wurde die Energieinfrastruktur. Die Kraftwerke Tawrija und Balaklawa gerieten unter Beschuss. Infolgedessen blieb Jalta mehrere Stunden lang vollständig ohne Strom. Auch in anderen Gebieten wurden Stromunterbrechungen verzeichnet.

Anwohner und lokale Online-Communities veröffentlichten massenhaft Aufnahmen der Angriffe auf Energieanlagen, was das Ausmaß der Operation bestätigt.

Verzögerte Warnungen und Maßnahmen der Flugabwehr

Die Behörden der Krim warnten offiziell erst nach zwei Uhr morgens vor der Gefahr in der Luft, obwohl die Drohnen bereits seit mehreren Stunden flogen. Dies löste Fragen in der Bevölkerung aus.

In Sewastopol versuchten mobile Feuergruppen, Drohnen direkt über Wohngebieten abzuschießen, was zusätzliche Risiken für Zivilisten schafft, berichtet „Krymski Weter“.

Gegen vier Uhr morgens ereignete sich eine starke Explosion im Bereich des Flugplatzes „Katscha“.

Kontext: Treibstoffkrise und Bedrohungen

Die Angriffe auf die Krim werden immer häufiger. Städte geraten in Stromausfälle, und die Bevölkerung steht vor einem Mangel an Treibstoff – sowohl Benzin als auch Diesel. Die Treibstoffkrise, die Russland erfasst hat, betrifft auch die Halbinsel und verschärft die alltäglichen Schwierigkeiten.

Der Sicherheitsdienst der Ukraine berichtete kürzlich über seine Operationen auf der Krim. Gleichzeitig verstärkt Russland die Flugabwehr am Keratscher Brückenkopf, der laut Quellen nicht nur durch Drohnen, sondern auch durch seismische Aktivität bedroht ist.

Die Fragen nach den Ursachen der Erdbeben auf der Krim und der potenziellen Bedrohung für den Süden der Ukraine bleiben offen – eine detaillierte Analyse wird in einem exklusiven Beitrag von RBC-Ukraine vorgestellt.