In der Nacht zum 23. Juli sah sich Russland einer massiven Welle von Drohnenangriffen gegenüber. Mehrere Regionen wurden getroffen, darunter Woronesch, die Oblast Uljanowsk, Baschkortostan und die Krim. Überwachungskanäle melden eine Serie von Explosionen und Bränden an strategisch wichtigen Infrastrukturzielen.

Logistik-Hubs im Visier

Eines der Hauptziele der Angriffe waren erneut die Logistikzentren des Marktplatzes Wildberries. In Woronesch, wo eine Serie starker Explosionen vermeldet wurde, war wahrscheinlich ein großes Logistikzentrum des Unternehmens betroffen. Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Bereits in der Nacht zum 18. Juli griffen Drohnen zwei der größten Wildberries-Lager in Elektrostal und Kotowsk an. Aufgrund dieser Voraufschläge sah sich das Unternehmen gezwungen, den Betrieb dieser Objekte vorübergehend einzustellen.

Laut Überwachungsquellen sind bereits Satellitenbilder der Brände in Elektrostal und Kotowsk verfügbar, doch aufgrund von Bewölkung konnte das volle Ausmaß der Zerstörungen bisher nicht vollständig eingeschätzt werden. Auf Aufnahmen aus Krasnodar ist zu erkennen, dass sich das Feuer möglicherweise auf benachbarte Güterwagen ausgebreitet hat.

Angriffe auf Energieträger und Transportwege

In der Oblast Uljanowsk, im Dorf Nowospasskoje, wurden zwei kritisch wichtige Objekte angegriffen: eine Flüssiggasbasis des Unternehmens „NS-Oil“ und eine Ölbasis. Nach Informationen aus Quellen dauerten die Angriffe auf diese Einrichtungen mehrere Stunden an. Beide Unternehmen befinden sich im selben Ort, was die Bewältigung der Folgen erschwert.

In Baschkortostan, in der Stadt Tuymazy, griffen Drohnen die lineare Produktions- und Dispositionsstation „Subchankulowo“ der Aktiengesellschaft „Transneft-Ural“ an. Am Tatort wurde ein Brand in einem der Tanks registriert.

Lage im Süden und auf besetzten Gebieten

In der Oblast Woronesch, im Dorf Nowaja Usman, wurden Spuren der Arbeit von Flugabwehrsystemen festgestellt. In der Luganer Region sind neue Aufgetaucht, die die Folgen von Angriffen auf Infrastruktureinrichtungen zeigen.

Besonders hervorzuheben ist die Lage auf der Krim. Nach Angaben von Überwachungskanälen gehen die Angriffe auf Energieinfrastruktur in der besetzten Stadt Jalta weiter. Dies deutet darauf hin, dass der Angriff systematisch ist und darauf abzielt, den Betrieb der Stromnetze und Logistikketten auf dem gesamten von russischen Truppen kontrollierten Territorium zu destabilisieren.