In der vergangenen Nacht sah sich die Ukraine einem der größten Angriffe mit unbemannten Luftfahrzeugen in jüngster Zeit gegenüber. Die russischen Streitkräfte richteten 181 Kampfdrohnen verschiedener Typen gegen das Land. Dazu gehörten die bekannten „Schahed“-Drohnen sowie neuere Modelle wie „Gerbera“, „Italmas“ und Drohnen-Imitatoren vom Typ „Parodia“.
Umfang und Angriffsrichtungen
Der Angriff wurde gleichzeitig über zahlreiche Richtungen organisiert, was auf einen Versuch hindeutet, die Luftabwehrsysteme zu überlasten. Die Drohnen flogen über Grenzgebiete in den Oblasten Brjansk, Kursk und Orjol sowie über das Gebiet der Oblast Belgorod (Millerowo, Schatalowo). Einzelne Drohnenströme kamen über besetzte Gebiete – Donezk und Gwardejskoje in der Oblast Saporischschja – sowie über die Krim.
Ergebnisse der Luftabwehr
Die Luftabwehrsysteme der Ukraine zeigten eine hohe Effizienz. Bis 07:30 Uhr wurden 163 feindliche Drohnen abgeschossen oder neutralisiert. Der Kampf gegen Luftbedrohungen wurde im Norden, Süden und Osten des Landes geführt. Trotz des massiven Charakters des Angriffs gelang es den ukrainischen Verteidigern, die überwiegende Mehrheit der Ziele abzufangen.
Trotzdem gelang es einigen Drohnen, die Verteidigung an mehreren Stellen zu durchbrechen. Bestätigt wurden Treffer von 14 Kampfdrohnen an 13 Standorten. Zudem wurde das Herabfallen von Trümmern abgeschossener Geräte an zwei weiteren Orten registriert. Angesichts der anhaltenden Bedrohung im Luftraum rufen die Behörden die Bevölkerung auf, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten.
Gegenangriffe und Strategie
Der Angriff auf die Ukraine erfolgt vor dem Hintergrund einer aktiven Gegenoffensive der Verteidigungskräfte tief im russischen Territorium. In den letzten Tagen haben ukrainische Streitkräfte erfolgreich vier Raffinerien und einen Seehafen in Russland getroffen. Zuvor hatte das Generalstab der Streitkräfte der Ukraine von einem Angriff auf eine Raffinerie in Wolgograd berichtet.
Besondere Aufmerksamkeit erregt der Angriff auf die Staatliche Technische Universität Belgorod (STUB). Der Hochschule, die sich mit der Entwicklung und Produktion von Drohnensystemen befasst, wurde erheblicher Schaden zugefügt. Dieses Ereignis zeigt, dass die ukrainische Seite gezielt Infrastruktur angreift, die die Produktion von Drohnen für Angriffe auf ihr eigenes Land unterstützt.