Die Nacht zum 9. Juni wurde für die Oblast Charkiw zu einer Zeit neuer Eskalation. Russische Truppen führten einen massiven Angriff durch, bei dem sowohl unbemannte Fluggeräte als auch Raketen eingesetzt wurden. Zwei wichtige Ortschaften gerieten ins Visier: das Oblastzentrum Charkiw und die Stadt Tschihow. Über die tragischen Folgen des Angriffs berichteten der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Syniehubow, sowie Vertreter des Staatlichen Dienstes für Notfälle.
Charkiw: Brände und Zerstörungen in Wohnvierteln
Im Oblastzentrum trafen die Einschläge vor allem die Rajons Schewtschenko und Cholodnohirskyj. Infolge des Angriffs brachen in der Stadt großflächige Brände aus. Das Feuer ergriff Gebäude von Cafés, Objekte der kommunalen Infrastruktur und Dutzende von PKW, die in Höfen und auf Straßen geparkt waren.
Schaden erlitten nicht nur gewerbliche Objekte. Auch mehrstöckige Wohnhäuser, private Einfamilienhäuser, Verwaltungsgebäude und Produktionshallen wurden beschädigt. Zu den betroffenen Objekten zählen ein Business-Center und eine Kirche. Nach vorläufigen Angaben wurden in Charkiw 15 Personen verletzt, darunter zwei Kinder.
Tschihow: Opfer unter der Zivilbevölkerung
Die Situation in Tschihow erwies sich als noch tragischer. Infolge eines Raketenangriffs starben drei Menschen, drei weitere wurden verletzt. Durch die Explosionen brachen in der Stadt Brände in Garagen, an Fahrzeugen und auf Grasflächen in offenen Bereichen aus. Wohnhäuser und andere für die Aufrechterhaltung des Lebenswichtigen notwendigen Gebäude erlitten Schäden.
Am Tatort arbeiten Rettungskräfte und Notdienste. Wie auf Fotos vom Einsatzort zu sehen ist, haben Mitarbeiter des Staatlichen Dienstes für Notfälle (DSNS) ein operatives Hauptquartier eingerichtet, um die Brandbekämpfung und die Beseitigung der Angriffsfolgen zu koordinieren. Die Arbeit läuft rund um die Uhr.