Die Nacht zum 28. Juni stellte eine harte Prüfung für das ukrainische Luftabwehrsystem dar. Die russischen Streitkräfte führten einen massiven Luftangriff durch und setzten dabei Seezielflugkörper, ballistische Raketen sowie eine beispiellose Anzahl an Kampfdrohnen ein.
Laut Angaben von RBK-Ukraine, die sich auf die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte beziehen, wurden im Rahmen des Angriffs 142 Drohnen gestartet. Die Abwehr erfolgte koordiniert: Es kamen die Luftwaffe, Flugabwehreinheiten, Abteilungen für elektronische Kampfführung, mobile Feuergruppen sowie Drohnenbetreiber zum Einsatz.
Ergebnisse der Luftabwehr und lokale Zwischenfälle
Bis 08:30 Uhr meldeten die Luftabwehreinheiten, dass die Mehrheit der feindlichen Ziele abgeschossen oder neutralisiert wurde. Dennoch konnten die Folgen nicht vollständig vermieden werden. Direkte Treffer einer Rakete und 14 Kampfdrohnen wurden an 11 verschiedenen Orten registriert. Zudem fielen Trümmer abgeschossener Ziele auf 13 weitere Gebiete, was Rettungs- und Bergungsmaßnahmen erforderlich machte.
Die Luftstreitkräfte warnten, dass die Gefahr weiterhin besteht: Im Luftraum befinden sich nach wie vor mehrere feindliche Drohnen. Die Zivilbevölkerung wird dringend aufgefordert, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten und in Schutzräumen zu bleiben.
Lage in Kiew
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Lage in der Hauptstadt. In der Nacht starteten russische Truppen mehrere ballistische Raketen in Richtung Kiew. In der Stadt waren starke Explosionen zu hören, woraufhin Brände ausbrachen.
Am stärksten betroffen war der Stadtteil Darnyzi, wo es an mehreren Adressen zu Bränden kam. Durch den Angriff wurde eine Person verletzt. Die Brände entzündeten sich in der Nähe von Wohnhäusern sowie in Nichtwohngebäuden und auf dem Gelände einer Werkstatt. Informationen über Verletzte an diesen Orten werden derzeit überprüft.