Die Ukraine hat einen der größten Luftangriffe der letzten Zeit erlebt. In der vergangenen Nacht startete Russland 123 Kampfdrohnen gegen das Land. Die ukrainischen Luftabwehrkräfte wiesen den Angriff ab und zerstörten oder neutralisierten 108 feindliche Drohnen.
Umfang und Richtungen des Angriffs
Der Luftangriff des Gegners wurde gleichzeitig aus mehreren Richtungen durchgeführt. Laut ukrainischen Behörden flogen die Drohnen aus den russischen Regionen Kursk, Orel und Brjansk sowie von den Gebieten Primorsko-Achtarsk, Schatalowo und Millerowo. Darüber hinaus ging die Bedrohung von besetzten Gebieten aus: aus Donezk, Tschasow Jar und der Krim.
Wie der Angriff abgewehrt wurde
Zur Abwehr des massiven Angriffs wurden alle verfügbaren Verteidigungsmittel eingesetzt. Die Luftwaffe startete, Flakraketenabteilungen und Einheiten der elektronischen Kampfführung waren im Einsatz. Zudem waren eigene Drohnensysteme und mobile Feuergruppen der Verteidigungskräfte am Kampf beteiligt.
Ersten Berichten zufolge wurden die 108 abgeschossenen Drohnen im Norden, Süden, Zentrum und Osten der Ukraine zerstört. Wie jedoch die Luftstreitkräfte betonten, ist die Gefahr noch nicht vollständig gebannt – am Morgen befanden sich noch mehrere russische Drohnen im Luftraum des Landes.
Folgen und Aufrufe zur Sicherheit
Trotz des erfolgreichen Einsatzes der Luftabwehr blieb der Angriff nicht folgenlos. Zuvor wurde berichtet, dass die Zahl der Opfer des russischen Angriffs auf Kiew am 6. Juli erneut gestiegen ist. Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha bestätigte, dass bei dem Angriff auf die Hauptstadt eine ganze Familie ums Leben kam.
Auch erinnerten die ukrainischen Behörden daran, dass die Luftabwehr während des massiven Angriffs am 6. Juli keine einzige ballistische Rakete abfangen konnte, was die Komplexität der aktuellen Situation unterstreicht.
Die Zivilbevölkerung wird aufgefordert, Luftalarme nicht zu ignorieren und die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten, solange die Gefahr aus der Luft besteht.