In der Nacht zum 6. Juli sah sich die Ukraine einem massiven Raketenangriff gegenüber. Russland griff mit Marschflugkörpern vom Typ „Kalibr' und ballistischen Raketen, die von der strategischen Luftwaffe gestartet wurden, an, was zur Auslösung einer landesweiten Luftalarmwarnung führte.
Chronologie des Angriffs
Um 01:12 Uhr wurde in Kiew aufgrund der Bedrohung durch Raketenangriffe der Luftalarm ausgelöst. Bereits wenige Minuten später registrierte das Luftabwehrsystem eine Gruppe von „Kalibr'-Raketen in Richtung der Oblast Kirowohrad.
Die Raketen bewegten sich entlang der Grenze der Oblaste Nikolajew und Kirowohrad in Richtung der Oblast Winnyzja. Um 01:25 Uhr wurde bekannt, dass die Starts der Marschflugkörper von Flugzeugen der strategischen Luftwaffe – Tu-95MS und Tu-160 – durchgeführt wurden.
Gefahr durch ballistische Waffen
Die Luftstreitkräfte der Ukraine meldeten eine Bedrohung durch ballistische Waffen und die Bewegung von Raketen in Richtung Kiew. Der Kommandeur der Luftstreitkräfte, Timur Tkatschenko, forderte die Bürger auf, die Gefahr nicht zu ignorieren und bis zum Abblasen des Alarms in Schutzräumen zu bleiben.
In der Hauptstadt waren Explosionen zu hören – die Stadt wurde von ballistischen Raketen getroffen. Laut Angaben der ukrainischen Streitkräfte gab es mehrere Wellen von Starts. Darüber hinaus näherten sich aus Norden und Osten Gruppen von Angriffsdrohnen Kiew.
Bewegung der Raketen in anderen Regionen
Die Luftstreitkräfte verzeichneten zudem das Eindringen von Marschflugkörpern in den Luftraum der Ukraine aus Richtung der Oblast Sumy. Sie bewegten sich in Richtung der Oblaste Tschernihiw und Poltawa.
Vorherige Angriffe
Zu beachten ist, dass die Besatzer bereits in der Nacht zum 2. Juli einen massiven Angriff mit Raketen und Angriffsdrohnen auf Kiew durchgeführt hatten. Dabei traf eine der Raketen ein mehrstöckiges Wohnhaus im Stadtteil Darnyzi der Hauptstadt.