Die Nacht zum 2. Juli wurde für Kiew zu einer Zeit schwerster Prüfung. Die Stadt wurde einem massiven kombinierten Angriff ausgesetzt, bei dem Wohnviertel und zivile Infrastruktur in sieben Verwaltungsbezirken beschädigt wurden. Die russischen Streitkräfte setzten ein breites Spektrum an Waffen ein: Gleichzeitig kamen Kampfdrohnen, ballistische und Marschflugkörper verschiedener Basisarten zum Einsatz.

Die Behörde des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Notfälle (GSCHS) veröffentlichte Aufnahmen von den Orten der Beseitigung der Angriffsfolgen. Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Rettungskräfte Brände löschen und unter Bedingungen von Rauch und Zerstörung arbeiten.

Brände und Zerstörungen im Schewtschenko-Bezirk

Ein besonderes Augenmerk im Bericht gilt der Situation im Schewtschenko-Bezirk. Hier wurde ein Brand auf einem gemeinsamen Dach festgestellt, das ein 7-stöckiges Wohnhaus und ein Hotelgebäude verbindet. Große Flächen sind von Flammen erfasst, und die Feuerwehr führt mit Drehleitern aktive Arbeiten zur Eindämmung des Feuers durch.

An einer anderen Stelle des Bezirks haben Rettungskräfte einen Brand in einem 5-stöckigen Wohnhaus gelöscht. Die Brandfläche betrug 300 Quadratmeter. Darüber hinaus wurden Zerstörungen eines weiteren 5-stöckigen Hauses und ein Brand in einem 3-stöckigen Nichtwohngebäude dokumentiert.

Folgen der Angriffe in den Bezirken Darnyzkyj und Petscher

Im Darnyzkyj-Bezirk verursachten die Treffer Schäden sowohl an Mehrfamilienhäusern als auch an privaten Gebäuden. Teilweise Zerstörungen von 5- und 9-stöckigen Wohnhäusern wurden festgestellt. Die oberen Etagen eines 16-stöckigen Hauses wurden schwer beschädigt, und mehrere private Wohnhäuser wurden zerstört.

Im Petscher-Bezirk wurde ein 9-stöckiges Gebäude beschädigt. Hier brach ein Brand mit einer Fläche von 200 Quadratmetern aus, der das erste und zweite Stockwerk erfasste. An diesem Ort konnten die Rettungskräfte eine Person aus der Gefahrenzone bringen.

Notfälle in anderen Bezirken der Hauptstadt

Im Obolon-Bezirk brach Feuer auf dem Gelände eines Lagerplatzes aus. Die Situation wurde durch das Vorhandensein eines Verletzten erschwert: Die Menschen brachten ihn eigenständig in die nächste Feuerwache, wo die Mitarbeiter der GSCHS erste medizinische Hilfe leisteten.

Im Holosiiv-Bezirk führten die Folgen des Angriffs zu einem Brand auf der technischen Etage eines 16-stöckigen Wohnhauses. Im Swjatoschyn-Bezirk wurden Schäden an zwei privaten Wohnhäusern festgestellt, und im Desnyanskyj-Bezirk Zerstörungen in einem 9-stöckigen Wohnhaus. An allen genannten Orten arbeiten weiterhin die Notdienste.

Warnung und Ausmaß der Bedrohung

Der massive Charakter des Angriffs wurde im Voraus vorhergesagt. Am Vortag hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj, gestützt auf Daten der ukrainischen Geheimdienste, die Bürger öffentlich vor der Vorbereitung des Feindes auf einen massiven nächtlichen Angriff gewarnt. Der Staatsoberhaupt forderte die Bevölkerung auf, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten, was angesichts des Einsatzes von Präzisionswaffen und Drohnen von kritischer Bedeutung ist.