In der Nacht vom 30. Juni sah sich die Ukraine einem der größten Drohnenangriffe der letzten Zeit gegenüber. Die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte (AFU) verzeichneten einen massiven Start von Kampfdrohnen und Zielimitatoren aus mehreren Richtungen gleichzeitig. Laut RBC-Ukraine setzte der Gegner eine beispiellose Anzahl an Technik für einen gleichzeitigen Schlag auf das Staatsgebiet ein.

Umfang der Luftbedrohung

Der Angriff begann bereits um 18:00 Uhr am 29. Juni und dauerte die ganze Nacht an. Die gegnerische Seite setzte 154 tödliche Luftfahrzeuge ein. Im Arsenal des Angriffs waren Kampfdrohnen der Typen „Schahed“, „Gerber“ und „Italmas“ sowie Drohnen-Imitatoren vom Typ „Parodia“ vertreten, die dazu bestimmt waren, die Luftabwehrsysteme zu überlasten.

Arbeit der Luftabwehr

Um den Luftangriff abzuwehren, mussten alle verfügbaren Kräfte eingesetzt werden. An der Bekämpfung der Bedrohungen waren die Luftwaffe, die Fliegerabwehrraketentruppen, Einheiten der elektronischen Kampfführung und mobile Feuergruppen der Verteidigungskräfte beteiligt. Auch eigene unbemannte Systeme wurden aktiv zur Abfangung von Zielen eingesetzt.

Nach vorläufigen Daten bis 08:30 Uhr morgens schlug die ukrainische Luftabwehr erfolgreich 138 feindliche Drohnen ab oder unterdrückte sie. Die Zerstörung der Ziele erfolgte auf dem gesamten Staatsgebiet: im Norden, Süden, Zentrum und Osten.

Folgen des Angriffs

Trotz der hohen Effizienz der Verteidiger kam es dennoch zu Durchbrüchen. Es wurden Treffer von 13 Kampfdrohnen in 10 verschiedenen Standorten registriert. Darüber hinaus fielen Trümmerteile abgeschossener Geräte auf zwei weiteren Gebieten, was eine Bedrohung für die Infrastruktur und die Bevölkerung darstellte.

Die Luftstreitkräfte warnten, dass der Angriff andauert und sich im Luftraum noch immer feindliche UAVs befinden. Die Zivilbevölkerung wurde aufgefordert, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten und sich in Schutzräumen aufzuhalten.

Anschläge auf kritische Infrastruktur und Siedlungen

Der Gegner legte besonderen Wert auf Angriffe gegen Verwaltungs- und Industrieobjekte. In Saporischschja wurde die regionale Staatliche Verwaltung am 29. Juni zweimal angegriffen. Infolge der Schläge brach ein Feuer aus, das später eingedämmt werden konnte. Zum Glück gab es keine Verletzten unter den Mitarbeitern des Gebäudes.

Die tragischsten Folgen wurden in Dnipro registriert. Am Morgen des 29. Juni führte der Feind einen Schlag gegen ein Privatunternehmen aus. Infolge des Angriffs kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, weitere 29 erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere.