Die Nacht zum 5. Juli wurde zu einer weiteren Prüfung für das ukrainische Luftabwehrsystem. Im Vorgriff auf den Morgengrauen organisierte die russische Seite einen großangelegten Schlag und setzte ein breites Spektrum an Waffensystemen ein. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte kamen bei dem Angriff eine Anti-Radar-Rakete Kh-31, drei gelenkte Luft-Boden-Raketen Kh-59/69 sowie eine beträchtliche Welle aus 125 Kampfdrohnen zum Einsatz.
Umfang der Abwehr des Angriffs
Der Schutz des ukrainischen Luftraums in dieser Nacht wurde durch die Luftwaffe, die Flugabwehrtruppen, Einheiten der elektronischen Kriegsführung sowie Bediener von unbemannten Systemen gewährleistet. Mobile Feuergruppen wurden ebenfalls eingesetzt, um Ziele zu neutralisieren, die den letzten Abschnitt durchdrungen hatten.
Bis 08:00 Uhr morgens meldete die ukrainische Seite einen erheblichen Erfolg bei der Abwehr des Schlages. 112 feindliche Drohnen verschiedener Typen – von den weit verbreiteten Shahed-Modellen bis hin zu den Typen „Gerbera“ und „Italmas“ – wurden abgeschossen oder neutralisiert. Zudem wurden drei abgeschossene Raketen vom Typ Kh-59/69 dem Erfolg der Luftabwehr zugeschrieben.
Bilanz und Folgen
Trotz der effizienten Arbeit der Verteidiger konnten die Folgen nicht vollständig vermieden werden. Die Anti-Radar-Rakete Kh-31 erreichte ihr Ziel nicht, jedoch wurden Treffer von vier Kampfdrohnen an drei verschiedenen Orten registriert. Darüber hinaus wurde das Herabstürzen von Trümmern abgeschossener Luftziele an acht Standorten verzeichnet.
Die Luftstreitkräfte der Ukraine warnten, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Informationen der Angriff noch nicht vollständig beendet war: Im Luftraum befanden sich weiterhin mehrere feindliche UAVs, und die Zivilbevölkerung wurde aufgefordert, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten.
Kontext der Eskalation
Dieser Angriff war die Fortsetzung einer Serie von Schlägen, die bereits in der Nacht zum 4. Juli begonnen hatten. Damals setzte Russland eine ballistische Rakete „Iskander-M“, eine Rakete Kh-59/69 und 86 Drohnen ein, von denen die Luftabwehr 69 Ziele abschoss. Spät am Abend des 4. Juli wurden Angriffe auf Saporischschja verübt, die zu Schäden an einem Hochhaus und Objekten der kritischen Infrastruktur führten und Verletzte zur Folge hatten.