In der Nacht zum 11. Juni wurde die Ukraine einem massiven Luftangriff ausgesetzt. Die russische Seite setzte eine beispiellose Anzahl an Kampfdrohnen und ballistischen Raketen ein, um das Luftabwehrsystem zu durchbrechen. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine begann die Abwehr des Angriffs bereits am Abend des 10. Juni und dauerte bis zum Morgen an.

Umfang und Details des Angriffs

Laut Bericht startete die feindliche Gruppe insgesamt 221 Kampfdrohnen. Zum Arsenal der Angreifer gehörten Drohnen der Typen „Schahed“, „Gerbera“, „Italmas“ sowie reaktive Modelle und Drohnen-Imitatoren vom Typ „Parodia“. Darüber hinaus wurden vom Gebiet der Region Belgorod aus zwei ballistische Raketen vom Typ „Iskander-M“ auf die Ukraine abgefeuert.

Die Drohnen griffen das Land aus mehreren Richtungen an und deckten Norden, Süden und Osten ab. Die Starts erfolgten vom Gebiet von Orel, Kursk, Brjansk und Primorsko-Achtarsk sowie von den besetzten Gebieten der Krim – aus den Bezirken Tschauda und Gwardeiskoje.

Arbeitsweise des Luftabwehrsystems

Die Abwehr der Luftbedrohung erfolgte durch komplexe Kräfte: Luftwaffe, Flaktruppen, Einheiten der elektronischen Kriegsführung (EW) und mobile Feuergruppen der Verteidigungskräfte. Bis 07:30 Uhr wurden 195 Drohnen verschiedener Typen abgeschossen oder unterdrückt.

Trotz der aktiven Arbeit der Verteidiger konnten Verluste nicht vollständig vermieden werden. Infolge des Angriffs wurden Treffer von Raketen und 21 Drohnen an 9 Standorten registriert. Zudem wird über das Herabfallen von Trümmern an 8 Objekten berichtet. Die Luftstreitkräfte warnten, dass der Angriff andauert, und riefen die Zivilbevölkerung auf, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

Begleitende Angriffe

Die Luftaggression wurde von anderen militärischen Aktionen begleitet. Am Vorabend griff die russische Seite im Schwarzen Meer zwei Frachtschiffe unter den Flaggen von Barbados und Panama an, die durch den Seegangskorridor fuhren. Darüber hinaus führten die Besatzer mehrere Angriffswellen gegen den Süden des Gebiets Odessa durch, bei denen zivile Objekte und die Energieinfrastruktur beschädigt wurden.