In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli wurde die Ukraine einem massiven Raketen- und Drohnenangriff ausgesetzt. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der Ukrainischen Streitkräfte setzte der Gegner eine breite Palette von Waffen ein und startete Ziele vom vorübergehend besetzten Krim sowie von russischem Territorium. Der Angriff dauerte von 18:00 Uhr abends bis zum Morgen des folgenden Tages und umfasste nördliche, südliche und östliche Regionen des Landes.

Multidirektionale Bedrohung

Dem Bericht der Luftstreitkräfte zufolge erfolgten Drohnenangriffe gleichzeitig aus mehreren Richtungen. Starts wurden von Primorsko-Achtarsk, Millerowo und Orel auf russischem Territorium sowie von besetzten Gebieten der Krim – Donezk und Gwardeiskoje – registriert. Diese Zersplitterung des Angriffs erschwerte die Arbeit der Luftabwehrsysteme, doch ukrainischen Einheiten gelang es, einen erheblichen Teil der Bedrohung zu neutralisieren.

Ergebnisse der Luftabwehr

Bis zum Morgen des 17. Juli, um 08:00 Uhr, hatte die ukrainische Luftabwehr die meisten Ziele zerstört oder neutralisiert. Dennoch erreichte feindliche Waffe sieben Standorte. An diesen Orten wurden direkte Treffer von zwei Raketen und acht bewaffneten Drohnen registriert. In weiteren fünf Ortschaften fielen Trümmerteile abgeschossener Ziele, was ebenfalls Risiken für die Infrastruktur und die Zivilbevölkerung darstellt.

Folgen der Angriffe

Der Angriff blieb nicht ohne menschliche Opfer und Zerstörungen. Insbesondere führte der Raketenangriff auf Odessa zum Tod von Menschen. Die Tragödie ereignete sich in einem Parkgelände, wo eine Frau, die mit ihren Kindern spazieren ging, ums Leben kam. Zum Glück überlebten die Kinder. Zuvor hatte der Feind bei anderen Angriffen gelenkte Luftbomben auf Sumy eingesetzt, wo ebenfalls ein direkter Treffer registriert wurde.