Am Morgen des 16. Oktober 2026 blieben zahlreiche Regionen der Ukraine infolge eines massiven nächtlichen Drohnenangriffs auf Energieinfrastruktureinrichtungen ohne Strom. Nach Angaben von RBC-Ukraine wurden die Folgen der Angriffe in Kiew, der Region Kiew, Wolhynien, Odessa, Saporischschja, Dnipropetrowsk, Charkiw, Sumy und Tschernihiw verzeichnet. Ukrenergo hat Notabschaltungen der Stromversorgung eingeführt; zuvor veröffentlichte Abschaltpläne in den betroffenen Regionen sind außer Kraft getreten. Dort, wo es die Sicherheitsbedingungen erlauben, haben bereits die Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten begonnen.

Ausmaß des Angriffs: 149 Drohnen, davon 108 strahlgetrieben

In der Nacht zum 16. Oktober setzte Russland 149 Angriffsdrohnen ein, von denen 108 strahlgetrieben waren — das heißt, sie waren mit Turboprop- oder Turbojet-Triebwerken ausgestattet, was ihnen im Vergleich zu klassischen benzinbetriebenen Geräten eine wesentlich größere Reichweite und Geschwindigkeit verleiht. Der Hauptschlag traf die westlichen Regionen der Ukraine: Die Folgen des Angriffs wurden in Wolhynien, Riwne und Ternopil registriert. Nach vorliegenden Angaben wurden Industrie- und Zivilobjekte schwer beschädigt. In Riwne wurden nach Angaben der örtlichen Behörden sieben Menschen verletzt. In Tschortkiw wurde laut Angaben des Bürgermeisters ein ausländisches Unternehmen vollständig zerstört.

Kiew und Region Kiew: Notabschaltungen auf Anweisung des Betreibers

In der Hauptstadt wurden am Morgen des 16. Oktober Notabschaltungen des Stroms eingeführt. Wie DTEK mitteilte, waren nächtliche Angriffe auf Energieanlagen die Ursache. Die Abschaltungen in Kiew und der Region Kiew wurden auf Befehl von Ukrenergo vorgenommen und gelten von Mitternacht bis zur Stabilisierung der Lage im Energiesystem. Zuvor veröffentlichte stündliche Abschaltpläne in diesen Regionen sind derzeit ungültig. Energiearbeiter arbeiten an der Wiederherstellung einer stabilen Stromversorgung; die Notabschaltungen werden nach Normalisierung der Netzparameter aufgehoben.

Wolhynien: Luzk komplett stromlos, Kowel ohne Wasser

Die schwierigste Lage entstand in der Region Wolhynien. Infolge der nächtlichen Angriffe mit Strahldrohnen ist Luzk vollständig stromlos; die kommunalen Dienste der Stadt arbeiten mit Notstromaggregaten. Auch in Kowel und umliegenden Dörfern kam es infolge von Angriffen auf die Energieinfrastruktur zu Stromausfällen. Darüber hinaus blieb Kowel ohne Wasserversorgung: Die Pumpstation, die die Stadt mit Wasser versorgt, wurde stromlos geschaltet. Dort, wo es die Sicherheitsbedingungen zulassen, haben die Reparaturarbeiten bereits begonnen.

Region Odessa und andere Regionen

In der Region Odessa griff Russland eine Energieanlage von DTEK an; ein Teil der Region blieb ohne Strom. Die Reparaturarbeiten dauern an, jedoch erfordert die Wiederherstellung beschädigter Anlagen Zeit. Notabschaltungen gelten auch in den Regionen Saporischschja, Dnipropetrowsk, Charkiw, Sumy und Tschernihiw. Ukrenergo erinnert daran, dass sich die Situation im Energiesystem ändern kann, und empfiehlt den Einwohnern, die Mitteilungen der regionalen Verteilnetzbetreiber zu verfolgen. Denjenigen, die derzeit Strom haben, empfiehlt das Unternehmen einen sparsamen Verbrauch.

Wiederherstellungsarbeiten und Empfehlungen für die Bevölkerung

Notinstandsetzungsarbeiten wurden in jenen Gebieten begonnen, in denen es die Sicherheitsbedingungen erlauben. Die Energiearbeiter von Ukrenergo und DTEK arbeiten im Rund-um-die-Uhr-Modus an der Reparatur beschädigter Anlagen. Die Notabschaltungen werden nach der Stabilisierung des Energiesystems aufgehoben. Der Betreiber empfiehlt der Bevölkerung, bei Luftangriffen die Sicherheitsregeln einzuhalten und die offiziellen Meldungen der lokalen Behörden und Energieunternehmen zu verfolgen. Zuvor veröffentlichte stündliche Abschaltpläne in Regionen mit Notfallbetrieb sind bis zur Normalisierung der Lage ungültig.