In der Nacht zum 8. Juni wurde die Ukraine einem massiven Luftangriff ausgesetzt. Laut den Luftstreitkräften der Ukrainischen Streitkräfte setzte der Gegner 155 bewaffnete unbemannte Fluggeräte ein. Zum Arsenal der Angreifer gehörten Drohnen der Typen „Schahed“, „Gerber“, „Italmas“ und „Bandierol“ sowie die spezialisierten Täuschdrohnen „Parodia“.
Woher die Bedrohung kam
Die Starts der Technik erfolgten gleichzeitig aus mehreren Richtungen. Abschüsse wurden vom Territorium Russlands aus den Gebieten Brjansk, Kursk und Orjol sowie aus Millerowo und Primorsko-Achtarsk verzeichnet. Darüber hinaus wurden Starts vom vorübergehend besetzten Krim-Halbinsel, insbesondere aus Gwardeiskoje, registriert.
Verlauf der Abwehr des Angriffs
Die Landesverteidigung wurde durch komplexe Kräfte geführt: Luftwaffe, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten der elektronischen Kampfführung und Operatoren unbemannter Systeme. Eine bedeutende Rolle spielten mobile Feuergruppen der Verteidigungskräfte der Ukraine.
Nach vorläufigen Daten, die um 08:00 Uhr gültig waren, zerstörten oder neutralisierten die Luftabwehrkräfte 124 feindliche Drohnen. Erfolgreiche Aktionen der Verteidiger wurden im Norden, Süden und Osten des Landes verzeichnet.
Folgen der Angriffe
Trotz der aktiven Arbeit der Luftabwehr drangen 20 bewaffnete Drohnen durch und erreichten ihre Ziele. Treffer wurden an 17 Standorten registriert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Zusammenfassung dauerte der Angriff noch an: In der Luft befanden sich etwa zehn feindliche Drohnen.
Opfer und Zerstörungen
Die Situation bleibt angesichts der vorherigen Ereignisse kritisch. Am Vortag morgens griffen Drohnen einen Wohnviertel in Konotop in der Region Sumy an. Infolge des Angriffs wurde eine Person unter den Trümmern eines beschädigten Hochhauses eingeklemmt, drei weitere Verletzte wurden in die Intensivstation eingeliefert. Die Hälfte der Stadt blieb ohne Stromversorgung.
Änderungen im Entschädigungssystem
Infolge der anhaltenden Angriffe hat die ukrainische Regierung ein vereinfachtes Verfahren zur Feststellung beschädigter und zerstörter Wohnräume eingeführt. Bürger können nun Zerstörungen durch ein Ferngutachten bestätigen. Alle Informationen über Entschädigungen werden im elektronischen Konto der Pensionskasse angezeigt, was den Prozess der Auszahlung beschleunigen soll.