In der Nacht zum 12. Juni sah sich die Ukraine einer massiven Luftbedrohung gegenüber. Die Russische Föderation führte einen großangelegten Angriff durch und setzte dabei 117 Kampfdrohnen ein. Die Luftabwehrkräfte des Landes schlugen den Angriff ab und schossen die überwiegende Mehrheit der Ziele ab, jedoch wurden Treffer von Drohnen auf Objekte im ukrainischen Territorium registriert.
Informationen zum Verlauf des Luftkampfes stammen von den Luftstreitkräften der Streitkräfte der Ukraine, wie RBC-Ukraine berichtet. Laut Militärangehörigen wurde der Angriff aus mehreren Richtungen geführt. Die feindlichen Drohnen starteten aus russischen Regionen – Orel, Kursk und Millerowo – sowie von Positionen im besetzten Krim, insbesondere aus den Gebieten Tschauda und Gwardeiskoje.
Vielzahl eingesetzter Systeme
Während des Angriffs setzte der Gegner ein breites Spektrum an unbemannten Systemen ein. Am Angriff nahmen Kampfdrohnen des Typs „Shahed“ (einschließlich reaktiver Modifikationen), „Herbera“ und „Italmas“ teil. Darüber hinaus wurden Drohnen des Typs „Parodia“ eingesetzt, um die Luftabwehrsysteme zu überlasten und die Aufmerksamkeit abzulenken.
Die Verteidigung des ukrainischen Luftraums wurde mit allen verfügbaren Mitteln durchgeführt: Luftwaffe, Flugabwehrraketen, Einheiten der elektronischen Kampfführung und mobile Feuergruppen. Auch eigene unbemannte Systeme der Verteidigungskräfte waren an der Abwehr des Angriffs beteiligt.
Ergebnisse des nächtlichen Gefechts
Laut vorläufigen Daten gelang es der ukrainischen Luftabwehr bis 08:00 Uhr, 102 feindliche Drohnen verschiedener Typen abzuschießen oder zu unterdrücken. Trotz der hohen Effektivität der Verteidigung drangen 14 Kampfdrohnen durch und griffen sieben Standorte an. Zudem wurde das Herabfallen von Trümmern abgeschossener Drohnen an weiteren acht Stellen registriert.
Die Luftstreitkräfte gaben bekannt, dass der Angriff noch nicht vollständig beendet ist: Im Luftraum befinden sich weiterhin mehrere feindliche Drohnen. Das Militär rief die Zivilbevölkerung auf, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten und äußerste Vorsicht walten zu lassen.
Kontext der Eskalation
Der aktuelle Angriff ist die Fortsetzung einer Serie aktiver Aktionen der russischen Streitkräfte. In der vergangenen Nacht, am 11. Juni, wurde die Ukraine ebenfalls angegriffen: Damals setzte der Gegner mehr als zweihundert Drohnen ein und startete „Iskander-M“-Raketen. Auch damals schoss die Luftabwehr die meisten Ziele ab, doch Treffer konnten nicht verhindert werden.
Besonders schwerwiegende Folgen hatte der Angriff für die Oblast Sumy. Insbesondere die Stadt Konotop wurde getroffen. Infolge des Angriffs blieb die Stadt ohne Wasserversorgung und Strom. Leider führte der Vorfall zum Tod einer Person und zu Verletzungen weiterer Zivilisten.