In der Nacht zum 8. Juli wurde die Ukraine einem massiven Angriff Russlands ausgesetzt. Bei dem Angriff kamen radarfeindliche und ballistische Raketen, Kampfdrohnen sowie Drohnen-Imitatoren zum Einsatz. Der Luftraum des Landes war von mehreren Richtungen aus bedroht.
Woher die Ziele kamen
Laut Aufklärungs- und Überwachungsdaten starteten feindliche Drohnen und Raketen vom Schwarzen Meer sowie vom Gebiet des besetzten Krim. Zudem wurden Starts aus der Oblast Brjansk, aus Orjol, Primorsko-Achtarsk, Millerowo sowie aus russisch kontrollierten Teilen der Oblast Donezk registriert – insbesondere aus Donezk und Gwardeisko.
Ergebnisse der Luftabwehr
Bis 08:00 Uhr hatten die ukrainischen Luftabwehrkräfte 139 Drohnen verschiedener Typen neutralisiert. Dazu gehörten die weit verbreiteten Shahed-Drohnen sowie neuere Modelle wie „Gerbera“ und „Italmass“. Die Abschüsse erfolgten im Norden, Süden und Osten des Landes, was auf eine umfassende Operation zum Schutz des Luftraums hindeutet.
Zusätzlich wurden zwei radarfeindliche Raketen vom Typ Kh-31P abgefangen, die ihre Ziele nicht erreichten. Dies bestätigt die Effizienz der Radarsysteme und Feuerleitsysteme der Luftabwehr.
Der Angriff geht weiter
Vertreter der Pressestelle der ukrainischen Streitkräfte gaben bekannt, dass die Luftbedrohung weiterhin besteht: Im Luftraum über dem Land befinden sich nach wie vor feindliche Drohnen. Die Operationen zu ihrer Ortung und Vernichtung laufen in Echtzeit weiter.
Folgen für Kiew
Zuvor berichtete RBK-Ukraine über die Folgen der nächtlichen Beschuss der Hauptstadt. Russland versuchte zweimal, Kiew mit Drohnen anzugreifen, doch die städtischen Luftabwehrsysteme verhinderten schwere Zerstörungen. Dennoch bleiben die Bewohner der Hauptstadt und anderer Städte in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft.