In der Nacht zum 29. September verübten die russischen Streitkräfte einen massiven kombinierten Angriff auf das Gebiet der Ukraine und setzten dabei Raketenwaffen und Hunderte von Kampfdrohnen verschiedener Typen ein. Der Angriff begann am Vorabend um 18:00 Uhr und stellte die Luftverteidigungssysteme im ganzen Land vor enorme Belastungen. Die ukrainischen Luftstreitkräfte setzten umgehend alle verfügbaren Mittel zur Abwehr der Bedrohung ein, darunter Luftfahrt, Flugabwehrraketeneinheiten, elektronische Kampfführungsmittel und mobile Feuergruppen.

Ausmaß und Geographie des nächtlichen Beschusses

Nach offiziellen Angaben des Kommandos feuerten die Invasoren aus der Region Kursk eine Antischiffsrakete vom Typ „Zirkon“ (oder „Onyx“) sowie zwei ballistische „Iskander-M“- oder S-400-Raketen ab. Darüber hinaus setzte der Feind eine beispiellose Anzahl von Drohnen ein — 152 Kampfdrohnen vom Typ Schahed, von denen ein erheblicher Teil (82 Einheiten) strahlgetrieben war. Neben den Angriffsgeräten wurde auch der Einsatz von „Gerbera“-Drohnen und „Parodia“-Täuschdrohnen verzeichnet. Die Starts erfolgten aus verschiedenen Richtungen, darunter die russischen Städte Orjol, Millerowo, Kursk, Primorsko-Achtarsk sowie aus dem zeitweise besetzten Donezk und den Krim-Standorten Gwardejskoje und Tschaupda.

Ergebnisse der Luftabwehrarbeit

Dank der koordinierten Arbeit der Verteidigungskräfte konnten bis 08:00 Uhr morgens 109 Luftziele abgeschossen oder durch elektronische Kampfführung unterdrückt werden. Diese Liste umfasste sowohl die gestarteten Raketen („Zirkon“/„Onyx“ und beide ballistischen Raketen) als auch 106 Drohnen verschiedener Modifikationen. Dennoch konnten Einschläge nicht völlig vermieden werden: Luftangriffstreffer wurden an 24 Standorten registriert, und an weiteren 16 Orten fielen gefährliche Trümmerteile abgeschossener Objekte herab, was zu Schäden und Bränden am Boden führte.

Widersprüchliche Daten

Trotz offizieller Berichte der ukrainischen Luftstreitkräfte über die genauen Typen der eingesetzten Waffen gab es in den ersten operativen Berichten zuständiger Behörden und lokaler Stellen gewisse Abweichungen bei der Klassifizierung der Raketensysteme und der Gesamtzahl der eingesetzten Täuschdrohnen. Während Militärexperten den Schwerpunkt auf den Einsatz seltener strahlgetriebener UAV-Modifikationen legen, fassen offizielle Berichte diese oft in einer Gesamtstatistik mit „Gerbera“- und „Parodia“-Drohnen zusammen, was eine schnelle Verifizierung der genauen Schäden in den ersten Stunden nach dem Angriff erschwert.

Folgen in der Hauptstadt und in den Regionen

Die deutlichsten Zerstörungen durch herabfallende Trümmerteile wurden in Kiew, insbesondere im Rajon Petschersk, verzeichnet. Dort geriet infolge herabfallenden Schutts ein nicht zu Wohnzwecken dienendes Gebäude in Brand, und auch in einem der Gebäude einer Bildungseinrichtung brach ein Feuer aus. Diese Schläge setzten eine Reihe jüngster Angriffe auf die Infrastruktur der Hauptstadt fort: Erinnern wir uns daran, dass am Vortag, dem 28. September, eine russische Drohne das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften im Zentrum von Kiew traf und am selben Tag das medizinische Zentrum „Dobrobut“ unter Beschuss geriet, was den anhaltenden Trend von Angriffen auf zivile und soziale Einrichtungen unterstreicht.