In der Nacht zum 25. Juni wurde die besetzte Krim Schauplatz einer großangelegten Operation, bei der die ukrainischen Drohnenstreitkräfte (DST) Dutzende kritischer Objekte der russischen Militärinfrastruktur angriffen. Der Angriff, der fast die gesamte Halbinsel umfasste, demonstrierte ein hohes Maß an Koordination und Feuerkraft der ukrainischen Einheiten.
Umfang der Operation und Liste der Ziele
Laut dem Kommandanten der Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, bekannt unter dem Spitznamen „Madyar“, wurden im Rahmen der Nachtoperation 38 Ziele getroffen. Die Schläge richteten sich gegen Objekte in der operativen Tiefe der feindlichen Verteidigung. Zu den getroffenen Zielen gehörten:
- Küstenradarstationen;
- Objekte der Energie- und Kraftstoffinfrastruktur;
- Logistikzentren, die die Versorgung der Besatzungskräfte sicherstellen.
Die Operation wurde von Kämpfern verschiedener Einheiten durchgeführt: des 1. und 20. separaten DST-Zentrums, des 9. Bataillons „Kairos“ (414. separate DST-Brigade „Vögel Madyars“), der Einheit „Phoenix“ und der 412. separaten DST-Brigade „Nemesis“.
Folgen für die Infrastruktur der Halbinsel
In der Nacht zum 25. Juni erschütterten Explosionen die Distrikte Simferopol, Perwomaisk und Krasnoperekopsk sowie die Städte Sewastopol, Jewpatorija und Jalta. Besonders schwer betroffen war der Energiesektor: Durch die Treffer auf die Taurische und Balaklawasche Wärmekraftwerke kam es auf der Halbinsel zu massiven Stromausfällen.
Dieser Angriff war der Höhepunkt einer Serie vorheriger Aktionen. Wenige Tage vor dem massiven Schlag führte der SBU eine Spezialoperation durch, bei der die Infrastruktur der Militärflughäfen „Saki“ und „Gwardiejskoje“ zerstört wurde. Außerdem wurden die Luftabwehrsysteme S-400 und „Pantsir-S1“ im Raum Keratsch außer Gefecht gesetzt, was die Aufgabe für die Drohnen erheblich erleichterte.
Einschätzung der Lage durch die ukrainische Führung
Im Kommentar zur erfolgreichen Operation betonte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die Aktionen auf der Halbinsel genau kalkuliert waren. Der Staatsoberhaupt erklärte, dass die Ukraine unter der Bedingung, dass westliche Partner die notwendigen Entscheidungen über Waffenlieferungen treffen, Bedingungen schaffen könne, die Russland zu Friedensverhandlungen zwingen werden.