Die Nacht auf den 18. Juni war geprägt von einem massiven Angriff der ukrainischen Verteidigungskräfte auf Schlüsselziele in der russischen Hauptstadt und auf besetzten Gebieten. Laut dem Generalstab der Streitkräfte der Ukraine (AFU) wurden der Moskauer Ölraffinerie (NPS), einer Ölbasis und einer Eisenbahnbrücke über den Nordkrim-Kanal Treffer zugefügt.
Feuer in Kapotnja: Schlag gegen die Kraftstoffinfrastruktur
Hauptziel der Operation war die Moskauer Ölraffinerie im Stadtteil Kapotnja, nur 15 Kilometer vom Kreml entfernt. Der Generalstab bestätigte Treffer und einen daraus resultierenden Großbrand. Auf dem Werksgelände wurden mindestens fünf Brandherde registriert. Nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) verarbeitet das Unternehmen jährlich mehr als 12 Millionen Tonnen Rohöl und spielt eine kritische Rolle bei der Treibstoffversorgung der russischen Armee.
Neben dem Werk wurde auch ein Objekt getroffen, das zur Lagerung und Verladung von Kraftstoffen und Schmierstoffen dient. Der Generalstab betont, dass diese Ressourcen zur Unterstützung der militärischen und transporttechnischen Infrastruktur des Aggressorstaates genutzt werden.
Lähmung der Hauptstadtluftfahrt und Alarm in Moskau
In der Nacht auf den 18. Juni und am Morgen wurde in Moskau aufgrund eines Angriffs ukrainischer Drohnen Alarm ausgelöst. Aufgrund der Bedrohung in der Luft führten die russischen Behörden den Plan "Teppich" ein. Dies führte zum vollständigen Stillstand aller Flughäfen der Hauptstadt: "Wnukowo", "Domodedowo", "Schukowski" und "Schереметьево".
In sozialen Netzwerken tauchten Dutzende von Videos von Augenzeugen auf. Auf den Aufnahmen sind die Folgen der Treffer auf die Tanks des Werkes und riesige Flammenzungen zu sehen, die das Werksgelände erfassten.
Treffer an der Frontlinie und strategische Ziele
Die Operation beschränkte sich nicht nur auf Moskau. In der Nähe von Soledar wurde ein Kommandoposten der russischen Streitkräfte getroffen. Der Generalstab veröffentlichte zudem Ergebnisse der Nachaufklärung zuvor angegriffener Objekte und bestätigte deren Nutzung für die Logistik der Besatzungstruppen.
Reaktion Kiews
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte die Ereignisse und betonte die Notwendigkeit, den Konflikt zu beenden. "Es ist Zeit, diesen Krieg zu beenden", so der Staatschef, der die strategische Bedeutung der Schläge gegen die Hinterlandziele des Gegners hervorhob.