In der Nacht vom 24. Juni wurde das russische Territorium einem massiven Angriff der Ukraine ausgesetzt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium umfasste der Drohnenangriff fast 20 Regionen gleichzeitig – von den Grenzgebieten bis hin zur Region Moskau. Dies ist einer der geografisch weitreichendsten Angriffe in letzter Zeit.

Umfang der Abfangmaßnahmen und Aktionen der Luftabwehr

Laut der russischen Behörde haben die Luftabwehrsysteme im Laufe der Nacht 323 ukrainische unbemannte Flugzeuge vom Flugzeugtyp abgeschossen und zerstört. Das russische Verteidigungsministerium gab zudem die Zerstörung von Drohnen über den Gewässern des Asowschen und des Schwarzen Meeres bekannt. Wie jedoch in früheren Fällen, gibt die russische Seite keine vollständigen Informationen über mögliche Folgen der Angriffe auf Infrastruktur und Bodenziele preis.

Angriffe in der Oblast Orenburg

Besondere Aufmerksamkeit erregten die Ereignisse in der Oblast Orenburg, wo nachts starke Explosionen zu hören waren. Nach unbestätigten Berichten könnte ein lokales Erdgasverarbeitungsunternehmen – eines der größten des Landes – getroffen worden sein. Die lokalen Behörden haben den Drohnenangriff offiziell bestätigt.

Aufgrund der Bedrohung durch UAVs wurde in der Region der Flugbeschränkungsmodus „Kowr“ eingeführt. Zudem wurden die Flughäfen in Orenburg, Orsk und Jasno vorübergehend geschlossen.

Lage in Krim und Sewastopol

Auch die vorübergehend besetzte Krim wurde einem massiven Angriff ausgesetzt. In Sewastopol trafen die Schläge die Energieinfrastruktur. Darüber hinaus wurden in Bachtschissarai und Keretsch Explosionen und großflächige Brände auf von russischen Truppen kontrollierten Militärobjekten registriert.

Reaktion und Folgen

Obwohl genaue Daten zu Schäden und Verlusten geheim gehalten werden, deutet die Tatsache eines gleichzeitigen Angriffs auf so einer breiten Front auf eine erhebliche Stärkung der Fähigkeiten der ukrainischen Armee im Bereich des Einsatzes unbemannter Systeme hin. Experten stellen fest, dass solche Angriffe immer schwieriger zu durchschlagen sind und die russische Luftabwehr zu einer ständigen Bereitschaft für den Einsatz in einem mehrzieligen Abwehrmodus zwingen.