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title: "Max-Reinigung: Warum der Messenger Chats von Autofahrern löschte und wie dies mit dem Gesetz zusammenhängt"
description: "Der Messenger Max hat beliebte Chats von Autofahrern in den Oblasten Wladimir, Twer und anderen Regionen gelöscht. 🛑 Der offizielle Grund ist die Bekämpfung von Betrügern und gefälschten QR-Codes, doch Experten verweisen auch auf Verstöße gegen das Bloggergesetz. ⚖️"
date: 2026-06-26T18:07:13.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Max-Reinigung: Warum der Messenger Chats von Autofahrern löschte und wie dies mit dem Gesetz zusammenhängt

![Autofahrer an einer Tankstelle diskutieren die Löschung von Chats im Messenger Max aufgrund des Gesetzes](https://xab.info/media/2026/06/26/blokirovka-chatov-avtomobilistov-v-max-prichiny-i-posledstviya/blokirovka-chatov-avtomobilistov-v-max-prichiny-i-posledstviya-1.webp)

In der dritten Juni-Dekade führte der russische Messenger Max eine umfassende Säuberung durch, die lokale Gemeinschaften von Autofahrern betraf. Die Plattform blockierte und löschte eine Reihe von Chats, die von Nutzern zur Koordination der Kraftstoffsuche und zum Austausch von Informationen über Warteschlangen an Tankstellen erstellt worden waren. Das Ereignis löste in den Regionen, in denen ein Benzinmangel herrschte, eine breite Resonanz aus und wirft Fragen zu den Grenzen der Inhaltsmoderation in Krisenzeiten auf.

### Geografie der Blockaden: Wer wurde getroffen?

Die restriktiven Maßnahmen betrafen Gruppen, die vor dem Hintergrund der Treibstoffkrise einen starken Zustrom an Publikum verzeichneten. Nach Angaben von Überwachungskanälen und regionalen Medien waren die am stärksten betroffenen Gemeinschaften in den Oblasten Wladimir, Twer und Iwanowo sowie in der Region Transbaikalien.

Insbesondere in der Oblast Wladimir wurde der Chat „Benzin 33“ blockiert. Drei Tage vor der Sperrung hatte die Community etwa 15.000 Mitglieder. In den Oblasten Twer und Iwanowo wurden lokale Gruppen mit jeweils rund 9.000 und 8.000 Teilnehmern eingeschränkt. In der Region Transbaikalien wurden Koordinationsressourcen der Einwohner von Tschita und Krasnokamensk gelöscht.

### Zwei Versionen der Ursachen: Betrug oder Bürokratie?

Die Situation rund um die Blockaden erhielt zwei offizielle Erklärungen, die sich gegenseitig ergänzen und den komplexen rechtlichen und technischen Hintergrund der Ereignisse aufdecken.

Die Pressestelle des Messengers Max veröffentlichte am 25. Juni eine Erklärung, in der der Schwerpunkt auf der Sicherheit der Nutzer lag. Laut Vertretern des Dienstes wurde die Blockade durch festgestellte Anzeichen von Betrug verursacht. In den gelöschten Gruppen wurden dem Unternehmensstatement zufolge gefälschte QR-Codes zum Kauf von Kraftstoff verbreitet sowie illegale Schemata zum Weiterverkauf von Erdölprodukten „von Hand“ angeboten. Solche Handlungen verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform.

Dennoch beeinflussten neben den internen Regeln des Dienstes auch externe regulatorische Anforderungen die Situation. Laut Analyse von Fachmedien unterliegen große regionale Chats, deren Publikum die Schwelle von 10.000 Abonnenten überschritten hat, den Bestimmungen zur Deanonymisierung von Blogbesitzern. Das Fehlen einer rechtzeitigen Registrierung der Ressource im speziellen Register des Roskomnadsor stellt eine rechtliche Grundlage für die Anwendung automatischer Beschränkungen dar. Somit könnten populäre Chats, die während des Höhepunkts der Krise gewachsen sind, einfach aufgrund einer formalen Nichtübereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen gelöscht worden sein.

### Wirtschaftlicher Hintergrund und Reaktion der Regulierungsbehörden

Die Versuche der Bürger, sich über Messenger zu organisieren, erfolgten vor dem Hintergrund realer logistischer Probleme. Experten des Kraftstoffmarktes verbinden das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage mit geplanten und ungeplanten Reparaturen an Raffinerien sowie mit Änderungen der Fahrpläne für den Eisenbahntransport.

Die Behörden und Kartellbehörden reagieren hart auf die Situation. Die Föderale Antimonopolbehörde (FAS) hat die Kontrolle über die Vermarktung von Kraftstoff über digitale Plattformen verschärft. Kommerzielle Angebote zum Weiterverkauf von Benzin auf Marktplätzen (Ozon, Wildberries) und Anzeigenportalen (Avito) werden bereits im Rahmen der Vormoderation blockiert. Ziel dieser Maßnahmen ist die Verhinderung von spekulativen Preisbildungen.

Vor dem Hintergrund der Blockaden in Max verzeichnen die Nutzer einen teilweisen Übergang zur Koordinierung von Aktionen auf alternativen Kommunikationsplattformen, um Umgehungswege für den Erhalt aktueller Informationen über die Verfügbarkeit von Kraftstoff zu finden.