Der Start der Weltmeisterschaft 2026 in New Jersey verwandelte sich für die französische Nationalmannschaft in eine echte Achterbahnfahrt. Das Spiel gegen Senegal, das als triumphaler Auftakt des Turniers hätte dienen sollen, drohte in den ersten Minuten zur Katastrophe für Didier Deschamps' Mannschaft zu werden.

Albtraum der ersten Hälfte

Die ersten 45 Minuten des Spiels waren der schlechteste Start für die „Tricolore“ bei Weltmeisterschaften seit 1966. Die sternenbesetzte Offensive mit Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé, Jordan Dué und Michael Olise wirkte völlig aus dem Takt geraten. Die Franzosen verzeichneten nur einen einzigen Schuss aufs Tor des Gegners und gaben die Initiative ab.

Senegal hingegen hatte alle Chancen, mit einem Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen. Nicolas Jackson traf den Pfosten von Mike Maignans Tor, und kurz vor dem Anpfiff der Halbzeit schoss Ismaïla Sarr aus wenigen Metern über das leere Tor, nachdem Sadio Mané einen perfekten Vorstoß gespielt hatte. Das Schicksal des Spiels hing am seidenen Faden.

VAR-Skandal und die Wende

Der Beginn der zweiten Hälfte war von einem lauten Vorfall geprägt. Sadio Mané foulte Mbappé hart in seinem eigenen Strafraum, doch der Schiedsrichter Alireza Faghani entschied trotz offensichtlichen Kontakts und einer VAR-Überprüfung, dass der Franzose den Zusammenstoß selbst provoziert habe. Anstelle eines Elfmeters wurde ein Abstoß verhängt. Diese Entscheidung schockierte das Stadion und schien den Mannschaftskapitän zu erzürnen.

Genau diese Ungerechtigkeit trieb Mbappé an. In der 66. Minute durchbrach Michael Olise mit einer präzisen Flanke die senegalesische Abwehr und brachte Kylian eins gegen eins mit Édouard Mendy. Der 27-jährige Stürmer verwandelte die Chance kaltblütig.

In der 83. Minute verdoppelte der gerade eingewechselte Bradley Barcola mit einem spektakulären Schuss über den Torwart den Vorsprung der Gastgeber. Doch die Dramatik war noch nicht vorbei. In der Nachspielzeit, in der 90+5. Minute, erzielte der 18-jährige PSG-Talent Ibrahima Mbaye aus einem spitzen Winkel einen Treffer für Senegal und gab dem Gegner Hoffnung auf einen Comeback.

Mbappés Meisterwerk und die Tabellenführung

Mbappé selbst beendete die Spannung. Nur eine Minute nach dem senegalesischen Treffer traf er mit einem meisterhaften Fernschuss aus 25 Yards (ca. 23 Metern) und stellte damit den Endstand von 3:1 her.

Dank dieses Sieges führt Frankreich die Gruppe I an, in der auch die Nationalmannschaften Norwegens und Iraks antreten. Das nächste Spiel der Franzosen findet am Montag, dem 22. Juni, um 22:00 Uhr (Kiewer Zeit) in Philadelphia gegen den Irak statt. Senegal wird versuchen, sich im Spiel gegen Norwegen in der Nacht zum 23. Juni zu rehabilitieren.