Die Pressestelle von McDonald's in der Ukraine bestätigte gegenüber dem Medium RBC-Ukraine, dass aufgrund von Lieferverzögerungen in einigen Restaurants der Kette vorübergehend ein reduziertes Menü gelten kann. Das Speisenangebot in den verschiedenen Filialen des Unternehmens kann nun je nach Region und aktueller Logistiklage variieren. Das Unternehmen betonte, dass es sich um eine vorübergehende Maßnahme handelt, die darauf abzielt, die stabile Verfügbarkeit der beliebtesten Artikel für die Gäste sicherzustellen.
Unternehmen nennt Grund für die Reduzierung des Sortiments
Laut Vertretern von McDonald's sind die häufigen und lang anhaltenden Luftalarme der entscheidende Faktor, der einen ununterbrochenen Nachschub erschwert, da sie die Logistikketten zwingen, ihren Betrieb einzustellen und Routen umzuleiten. „Um die stabile Verfügbarkeit der beliebtesten Gerichte zu gewährleisten, können einige Restaurants vorübergehend auf ein reduziertes Menü umstellen, daher kann das Angebot in verschiedenen Restaurants abweichen“, erläuterte die Pressestelle. Das Unternehmen versicherte, dass einzelne Artikel schrittweise in das Menü zurückkehren würden, sobald ein stabiler Nachschub wiederhergestellt ist.
Widerlegung von Gerüchten über einen Mangel an Rinderburgern in Odessa
McDonald's in der Ukraine widerlegte zudem Informationen, die aktiv in den sozialen Medien verbreitet wurden: Demnach seien Rinderburgers in den Restaurants der Kette in Odessa nicht mehr verfügbar. „Die Informationen über das Fehlen von Rindfleischgerichten in den Restaurants von ‚McDonald's' in Odessa stimmen nicht mit der Realität überein. Die Rindfleisch-Positionen im Menü waren und sind in den Filialen der Kette in der Stadt verfügbar“, erklärte die Pressestelle. Damit grenzte das Unternehmen die allgemeine Lage mit den Logistikverzögerungen von den konkreten regionalen Gerüchten ab, die sich nicht bestätigten.
Logistischer Kontext: Angriffe auf Lager und Verteilzentren
Die Reduzierung des Menüs bei McDonald's erfolgt vor dem Hintergrund weiterreichender Probleme in der inneren Logistik der Ukraine. Gezielte russische Angriffe auf ukrainische Lager und Logistikzentren im August und September 2026 haben den Betrieb der Lieferketten erheblich erschwert und dem Geschäftsbereich erhebliche Schäden zugefügt. Nach vorliegenden Angaben haben die groß angelegten Angriffe jedoch keinen systematischen Mangel an Waren oder eine vollständige Einstellung der Lieferungen verursacht – es handelt sich um lokale und vorübergehende Störungen, die bestimmte Regionen und Produktkategorien betreffen.
Neue Regeln während der Alarme: McDonald's ändert die Betriebsordnung nicht
Seit dem 10. September 2026 gelten in Kiew neue Regeln für den Betrieb von Unternehmen während der Luftalarme. Es wurden zwei Gefahrenstufen eingeführt: gelb (bei Drohnenbedrohung) und rot (bei Raketen-, Raketen-Drohnen- oder massiver Drohnenbedrohung). Bei der gelben Stufe kann das Unternehmen bei Vorhandensein eines Schutzes für Mitarbeiter und Gäste weiterarbeiten, während die rote Stufe strengere Einschränkungen vorsieht. Trotz dieser Änderungen erklärte McDonald's in der Ukraine, dass die Betriebsordnung seiner Restaurants vorerst nicht geändert werden soll: Bei der gelben Gefahrenstufe werden die Filialen der Kette, wie bisher, während des Alarms ihren Betrieb einstellen.
Was weiter: Pläne zur Wiederherstellung des vollständigen Menüs
McDonald's betont, dass die Reduzierung des Sortiments keine dauerhafte Lösung, sondern eine operative Anpassungsmaßnahme an die aktuellen Bedingungen ist. Das Unternehmen beabsichtigt, alle Artikel schrittweise in das Menü zurückzuführen, sobald die Logistik eine stabile Lieferung in jedes Restaurant gewährleisten kann. Kunden wird empfohlen, auf das aktuelle Menü der jeweiligen Filiale zu achten, da das Angebot an verfügbaren Gerichten je nach Standort, Region und Lieferzeit variieren kann.