In den letzten 24 Stunden wurde die Region Dnipropetrowsk Ziel eines massiven Angriffs der russischen Armee. Laut Angaben der regionalen Behörden hat der Gegner mehr als 40 Schläge gegen das Gebiet von fünf Bezirken geführt, wobei er unbemannte Fluggeräte und Artillerie einsetzte. Infolge der Beschussaktionen wurden zivile Objekte, die Infrastruktur und Menschen beschädigt.
Umfang der Zerstörungen und Verletzte
Der Leiter der Staatlichen Verwaltung der Region Dnipropetrowsk, Alexander Ganja, bestätigte, dass der Bezirkshauptort sowie die Gemeinden Marhanets, Pokrowsk und Tscherwonohryhoriwka unter Beschuss gerieten. Sowohl Mehrfamilienhäuser als auch Privathäuser sowie das private Fahrzeug der Einwohner wurden zerstört oder beschädigt.
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass unter den Verletzten ein Minderjähriger ist. Ein 16-jähriger Junge wurde in mittelschwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Vier weitere Personen erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere: Ein 18-jähriger Mann, ein 39-jähriger Mann und eine 45-jährige Frau werden ambulant behandelt.
Ziele der Angriffe in verschiedenen Gemeinden
Auch andere Ortschaften der Region blieben von den russischen Streitkräften nicht verschont. In den Gemeinden Schachtarsk und Raewka wurden Industrieunternehmen und Fahrzeuge beschädigt. In der Gemeinde Sloboschanka trafen die Schläge einen Friedhof, ein landwirtschaftliches Unternehmen, ein Privathaus und Fahrzeuge.
Auch in der Gemeinde Pesschanka wurden Zerstörungen an Privathäusern und der Infrastruktur registriert. Infolge des Beschusses erlitten ältere Einwohner Verletzungen: eine 73-jährige Frau und ein 86-jähriger Mann. Beide Verletzten werden zu Hause behandelt.
Kontext der Eskalation
Die aktuelle Welle von Beschussaktionen ereignet sich vor dem Hintergrund tragischer Ereignisse, die in der Nacht zum 2. Juni stattfanden. Damals führte Russland einen massiven kombinierten Angriff auf Dnipro durch, der zu schweren Verlusten führte. Aufgrund der hohen Zahl der Todesopfer wurde in der Stadt ein Trauertag ausgerufen.
Laut den neuesten Daten der regionalen Militärverwaltung ist die Zahl der Opfer jenes Angriffs auf 16 Personen gestiegen. Unter den Getöteten befinden sich auch Kinder. Die Lage in der Region bleibt angespannt, und die Zahl der durch Kampfhandlungen Verletzten steigt weiter an.