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title: "Neuer Status der Ukraine in der EU: Friedrich Merz erklärt, warum ein „assoziiertes Mitglied' keine Ablehnung der Unterstützung bedeutet"
description: "Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigte die Unterstützung für die Ukraine und die Idee ihres zukünftigen EU-Beitritts, schlug jedoch einen Zwischenstatus als „assoziiertes Mitglied' vor, mit dem Recht auf Präsenz in den Institutionen des Blocks, jedoch ohne Stimmrecht. 🇩🇪🇺🇦 Kiew lehnt dieses Format vorerst ab und besteht auf einer vollen Mitgliedschaft. 📉"
date: 2026-06-11T09:44:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Neuer Status der Ukraine in der EU: Friedrich Merz erklärt, warum ein „assoziiertes Mitglied' keine Ablehnung der Unterstützung bedeutet

![Friedrich Merz auf einer Pressekonferenz, die den neuen Status der Ukraine in der EU diskutiert und erklärt, dass ein 'assoziiertes Mitglied' keine Ablehnung der Unterstützung bedeutet](https://xab.info/media/2026/06/11/merc-ukraina-assotsiirannoe-chlenstvo-v-es/merc-ukraina-assotsiirannoe-chlenstvo-v-es-1.webp)

Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigte in seiner Rede vor dem Bundestag die unveränderte Unterstützung für die Ukraine und äußerte die Überzeugung, dass das Land langfristig ein vollwertiges Mitglied der Europäischen Union werden wird. Um die Integration jedoch zu beschleunigen, schlug Merz ein Zwischenformat der Zusammenarbeit vor, das in Kiew bereits auf eine zwiespältige Reaktion gestoßen ist.

### Das Wesen des Vorschlags: Präsenz ohne Stimmrecht

Im Mai dieses Jahres äußerte der deutsche Führer die Idee, der Ukraine den Status eines „assoziierten Mitglieds' der EU zu gewähren. Dieser Schritt soll das Problem der Teilnahme Kiiews an den Schlüsselinstitutionen der Europäischen Union lösen, bevor der komplexe Beitrittsprozess abgeschlossen ist. Laut Merz würde ein solcher Status es der Ukraine ermöglichen, in der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat vertreten zu sein.

„Ein ukrainischer Kommissar, selbst ohne Portfolio oder Stimmrecht, wäre das Gesicht Kiiews in Brüssel', erläuterte der Kanzler und betonte, dass dies kein Ersatz für die Mitgliedschaft sei, sondern ein Mittel, um den Einfluss der Ukraine auf die europäische Agenda zu stärken.

### Strenge Kriterien und die Realität der Verhandlungen

Trotz der positiven Grundstimmung verschwiegen Merz nicht, dass die volle Mitgliedschaft strikt von der Erfüllung aller Beitrittskriterien abhängt. Der Integrationsprozess erfordert weitreichende Reformen und die Angleichung der ukrainischen Gesetzgebung an die Normen der EU. Es sei daran erinnert, dass die Ukraine ihren Beitrittsantrag bereits am 28. Februar 2022 eingereicht hat und im Juni desselben Jahres den Kandidatenstatus erhielt.

Der Weg zur EU-Tür erwies sich jedoch als steinig. Im Jahr 2025 strebte die Ukraine an, alle sechs Verhandlungskluster zu eröffnen, doch Ungarn blockierte die erste Phase. Bis Mai 2026 hatte Kiew Anforderungen für alle Cluster erhalten, doch rechtlich bleiben diese geschlossen. Vor diesem Hintergrund werden Ideen für Zwischenformate der Zusammenarbeit immer häufiger diskutiert.

### Reaktion Kiiews und die Position Brüssels

Die Idee eines „assoziierten Mitglieds' fand keine Unterstützung bei ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Zuvor hatte er dieses Format abgelehnt und auf die Notwendigkeit einer vollen und gleichberechtigten Mitgliedschaft bestanden. Westliche Medien berichteten, dass Deutschland und Frankreich ähnliche Schemata zur Teilnahme an der Arbeit der Institutionen vorgeschlagen hatten, ein solches Format jedoch kein Stimmrecht bei Entscheidungsfindungen und keinen Zugang zu landwirtschaftlichen Subventionen vorsieht.

Auch in Brüssel werden verschiedene Szenarien diskutiert. Die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, erklärte kürzlich, dass in der Europäischen Union nur zwei Szenarien für den Beitritt der Ukraine diskutiert werden: das Standard- und das Nicht-Standard-Szenario.

### Ziel – ein gerechter Frieden

Am Ende seiner Rede konzentrierte sich Friedrich Merz auf das Hauptziel der Unterstützung der Ukraine. „Unser Ziel für die Ukraine bleibt ein gerechter und langfristiger Frieden, der auch unsere Sicherheitsinteressen berücksichtigt. Aus diesem Grund und zu diesem Zweck unterstützen wir die Ukraine. Das ist die Wahrheit. Wir tun dies heute und werden es morgen tun, solange es notwendig ist', betonte der Kanzler.