Der Disziplinarausschuss der Major League Soccer (MLS) hat den Stürmer von Inter Miami, Lionel Messi, für sein Verhalten im Ligaspiel bestraft. Dies gab der Disziplinarausschuss der Liga selbst bekannt. Die Entscheidung erging nach einem Vorfall in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit des Spiels Inter Miami – Philadelphia Union, das mit 2:2 endete. Im Ergebnis des Verfahrens wurde der Argentinier zu einer Geldstrafe verurteilt, erhielt jedoch keine Sperre, was bedeutet, dass er für das nächste Spiel des Clubs verfügbar ist.

Umstände des Vorfalls

Der Konflikt entbrannte in den letzten Minuten der regulären Spielzeit und der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit. Messi geriet in einen verbalen und körperlichen Streit mit dem Mittelfeldspieler von Philadelphia Union, Quinn Sullivan (Trikotnummer 35). Laut der Darstellung in den Unterlagen des Disziplinarausschusses berührte der argentinische Fußballspieler während dieses Zusammenstoßes den Hals des Gegners mit der Hand. Genau dieser Vorfall war der Anlass für die Bestrafung des Spielers: Auf dem von den Kameras festgehaltenen und an die Medien weitergegebenen Bild ist zu sehen, wie die Spieler sich mit den Köpfen in engem Kontakt befinden, was für emotionale Auseinandersetzungen am Ende eines spannungsgeladenen Spiels typisch ist.

Entscheidung des Disziplinarausschusses

Gemäß der MLS-Regelordnung ist es Fußballspielern streng verboten, das Gesicht, den Kopf oder den Hals eines Gegners mit der Hand zu berühren – dies ist eine der grundlegenden Einschränkungen, die darauf abzielen, die Spieler vor Verletzungen und der Eskalation von Aggressionen zu schützen. Der Verstoß gegen diese Bestimmung war der Grund für die Geldstrafe. Der Ausschuss verhängte jedoch keine Sperre gegen Messi, daher wird er das nächste Spiel von Inter Miami nicht verpassen und in der kommenden Runde auf dem Feld stehen können. Die Höhe der auferlegten Geldstrafe gibt die Liga nicht bekannt, was bei solchen Sanktionen der MLS übliche Praxis ist.

Widersprüchliche Angaben

In den Veröffentlichungen, die diese Entscheidung aufgreifen, gibt es eine Abweichung in der Beschreibung des Kontakts selbst. In der offiziellen Formulierung des Disziplinarausschusses und in Teilen der Berichte ist die Rede davon, dass Messi den Hals des Gegners mit der Hand berührte. Einige Medien (insbesondere die Schlagzeilen belarussischer und usbekischer Sportportale) interpretieren den Vorfall jedoch härter – als Schlag des Gegners am Hinterkopf. Der Unterschied zwischen „Berührung' und „Schlag' ist in Bezug auf die Qualifikation des Verstoßes erheblich, obwohl die endgültige Sanktion in beiden Fällen auf eine Geldstrafe ohne Sperre hinausläuft. Darüber hinaus wird der genaue Betrag der Geldstrafe nirgendwo offengelegt, daher sind konkrete Zahlen in öffentlichen Quellen von der Liga nicht bestätigt und können nicht als zuverlässig gelten.

Kontext und Bedeutung für die Saison

Für Inter Miami bleibt der Vorfall ein innerer Aspekt eines einzelnen Spiels, das die Tabellenkonstellation nicht verändert hat: Das Spiel gegen Philadelphia Union endete mit einem torreichen 2:2-Unentschieden. Die Geldstrafe ohne Sperre bedeutet, dass der Club in der kommenden Runde keinen Schlüsselspieler verliert und Messi selbst die Möglichkeit behält, ohne Einschränkungen an den Spielen teilzunehmen. Der Disziplinarausschuss hat damit einen Präzedenzfall festgelegt: Selbst für Spieler dieses Niveaus zieht jede Berührung verbotener Körperzonen eines Gegners eine finanzielle Sanktion nach sich, was den einheitlichen Standard der Regelanwendung für alle Teilnehmer der Liga unterstreicht.