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title: "Überwachung durch Brillen: Meta entwickelt eine Gesichtserkennungsfunktion für Ray-Ban"
description: "Eine Untersuchung von Wired hat bestätigt, dass Meta die Funktion NameTag für Smart Glasses entwickelt, die in der Lage ist, Personen in der Umgebung automatisch zu erkennen. Experten stellen fest, dass der Code bereits in der App vorhanden ist, die Funktion jedoch noch nicht aktiv ist. 🕶️👀"
date: 2026-06-05T10:20:11.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/meta-entwickelt-gesichtserkennungsfunktion-fur-smart-glasses
tags: []
publisher: "XAB.info"
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# Überwachung durch Brillen: Meta entwickelt eine Gesichtserkennungsfunktion für Ray-Ban

![Ray-Ban Meta Smartbrillen mit Gesichtserkennungskamera, in Händen gehalten](https://xab.info/media/2026/06/05/meta-razrabatyvaet-funktsiyu-raspoznavaniya-lits-dlya-umnykh-ochkov/meta-razrabatyvaet-funktsiyu-raspoznavaniya-lits-dlya-umnykh-ochkov-1.webp)

Eine neue Untersuchung des Magazins Wired deckt die ehrgeizigen Pläne von Meta auf. Ingenieure des sozialen Netzwerks entwickeln ein System, das in der Lage ist, Personen im Sichtfeld des Trägers der Smart Glasses automatisch zu identifizieren. Funde im Quellcode der offiziellen App bestätigen die Arbeit an diesem Projekt.

### Technologie NameTag: Wie es funktioniert

Der interne Name der neuen Funktion lautet NameTag. Laut Code-Analyse soll die Technologie in Metas Smart Glasses integriert werden, einschließlich der beliebten Modelle der Serien Ray-Ban und Oakley. Das Funktionsprinzip des Systems ist wie folgt: In das Brillengestell integrierte Kameras erfassen das Gesicht einer Person. Anschließend sendet die App dem Besitzer eine Benachrichtigung, wenn diese Person erneut ins Bild gerät.

In früheren Versionsupdates haben Entwickler bereits UI-Elemente für diese Funktion gefunden. Insbesondere tauchte im Code ein Menü namens „Connections' (Verbindungen) mit dem Hinweis „merke dir die Leute, die du getroffen hast' auf.

### Strategische Berechnung und politischer Kontext

Das Bestehen des NameTag-Projekts wurde zuvor von anonymen Quellen innerhalb des Unternehmens gegenüber der New York Times bestätigt. Laut internen Dokumenten erwog die Führung von Meta den Start der Technologie in einer „dynamischen politischen Umgebung' in den USA, insbesondere während der Wahlen.

Die Berechnung des Unternehmens basierte darauf, dass zivilgesellschaftliche Organisationen und Aktivisten, die Meta normalerweise wegen Verletzung der Privatsphäre kritisieren, in diesem Zeitraum mit der Lösung anderer wichtiger gesellschaftlicher Probleme beschäftigt sein würden, was die Einführung der Funktion weniger auffällig machen würde.

### Sicherheit und Position des Unternehmens

Experten für Cybersicherheit haben bestätigt, dass derzeit kein Teil des NameTag-Codes aktiv ist. Die App sammelt und sendet keine biometrischen Daten der Nutzer an die Server von Meta. Dennoch deutet das regelmäßige Auftauchen des Codes in Updates auf fortgesetzte ingenieurtechnische Tests hin.

Der offizielle Sprecher von Meta, Ryan Daniels, erklärte als Reaktion auf die Untersuchung, dass sich das Unternehmen in der Forschungsphase dieser Richtung befinde und keine endgültigen Entscheidungen über die Veröffentlichung der Funktion für den Massenmarkt getroffen habe. „Wir erstellen keine zentrale Datenbank von Gesichtern', betonte Daniels.

### Geschichte der Gesichtserkennung und Risiken

Meta hat eine lange Geschichte der Arbeit mit Gesichtserkennungssystemen. Früher wurde die Technologie in Facebook verwendet, um Personen auf Fotos automatisch zu markieren, das Projekt wurde jedoch 2021 aufgrund massiver Proteste von Nutzern, die sich Sorgen um die Privatsphäre machten, eingestellt.

Im Jahr 2024 wurde die Technologie in Instagram und Facebook wieder eingeführt, jedoch ausschließlich als Sicherheitsinstrument zur Identifizierung bekannter Personen in betrügerischer Werbung.

Aus ingenieurtechnischer Sicht bietet die Technologie nützliche Anwendungsszenarien, wie zum Beispiel die Unterstützung von Menschen mit Sehbehinderungen bei der Identifizierung von Gesprächspartnern. Das automatische Scannen von Menschen auf der Straße wirft jedoch ernste Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit einer Massenüberwachung auf.