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title: "Katastrophe in der Metallurgie: Schließung der Häfen droht der Ukraine mit Verlusten von 200 Mio. USD pro Monat und Stilllegung der Werke"
description: "🚨 Die ukrainische Metallurgie steht am Rande des Kollapses. Die Schließung der Häfen hat bereits zur Stilllegung der Werke von Ferrexpo und Metinvest geführt. 💰 Die Verluste der Branche könnten 200 Mio. USD pro Monat betragen. 📉 Die Produktion könnte um 35 % einbrechen. 🚛 Der Landexport ist unrentabel, die Lager sind voll. Die Wirtschaft warnt: Die Situation ist schlimmer als 2022. #Ukraine #Metallurgie #Wirtschaft #Häfen"
date: 2026-08-07T10:22:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/metallurgie-ukraine-am-rande-des-kollapses-verluste-200-mio-dollar-pro-monat
tags: [ukraine-economy, metallurgy, port-blockade, ferrexpo, metinvest, logistics, trade]
publisher: "XAB.info"
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# Katastrophe in der Metallurgie: Schließung der Häfen droht der Ukraine mit Verlusten von 200 Mio. USD pro Monat und Stilllegung der Werke

![Arbeiter in einer Metallurgiefabrik in der Ukraine, wo Produktionsstillstand und Verluste von 200 Millionen Dollar pro Monat durch Hafenschließungen bedroht sind](https://xab.info/media/2026/08/07/metallurgiya-ukrainy-na-grani-kollapsa-poteri-200-mln-mesyac/metallurgiya-ukrainy-na-grani-kollapsa-poteri-200-mln-mesyac-1.webp)

Die ukrainische Bergbau- und Metallurgiebranche steht im August 2026 vor einem beispiellosen Krisenszenario. Die Blockade der Seehäfen hat bereits zu einer erzwungenen Produktionskürzung in Schlüsselbetrieben des Landes geführt. Experten und Wirtschaftsvertreter warnen: Wenn sich die Situation in den kommenden Wochen nicht ändert, riskiert die Branche den Verlust von bis zu 35 % ihrer Produktionskapazitäten und muss mit monatlichen Verlusten in Höhe von 150 bis 200 Millionen Dollar rechnen.

### Massenstilllegungen: Ferrexpo und Metinvest im Visier

Als erste reagierten die größten Marktteilnehmer auf den logistischen Zusammenbruch. Anfang August beschloss die Ferrexpo-Gruppe, die Produktion im Poltawaer Bergbau- und Aufbereitungskombinat (GOK) vorübergehend einzustellen. Die Stilllegung wird voraussichtlich 10 bis 20 Tage dauern. Hauptgründe hierfür sind die Unmöglichkeit des Exports der Produkte über die blockierten Häfen sowie ein akuter Mangel an Betriebskapital, das für die Aufrechterhaltung der operativen Tätigkeit notwendig ist.

Ein ähnliches Bild zeigt sich innerhalb der Metinvest-Gruppe. Das Unternehmen ist gezwungen, den Abbau im Südkombinat (Südkombinat) einzustellen. Laut der Presseabteilung des Konzerns könnte die Abbaukürzung im Vereinigten GOK (das die nördlichen, zentralen und Ingulez-Kombinate umfasst) im August im Vergleich zu den Werten des Jahres 2025 bis zu 30 % betragen. Dies wird zu einem starken Rückgang des Volumens der Eisenbahntransporte von Produkten führen – um 1,3 Millionen Tonnen pro Monat.

### Die wirtschaftliche Falle: Warum der Landexport nicht rettet

Unter den Bedingungen der Schließung der ukrainischen Seehäfen versucht die Wirtschaft, Alternativen zu finden, diese erweisen sich jedoch als wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die Umleitung des Exports von Eisenerz über die westliche Grenze zu polnischen Häfen (z. B. Danzig) verursacht enorme Kosten. Nach Schätzungen der Unternehmen belaufen sich die Logistikkosten für eine Tonne Eisenerz bis zum polnischen Hafen auf 50 Dollar. Da der Preis einer Tonne Roheisenkugeln (Pellets) jedoch nur etwa 100 Dollar beträgt, macht dies ein solches Schema unrentabel.

Zudem haben die Donauhäfen, die früher als Alternative dienten, derzeit eine begrenzte Durchgangskapazität. Die Unternehmen können physisch keine Produkte auf Lager lagern, da ihnen das Betriebskapital fehlt. Wie in der Branche angemerkt wird, ist der Zugang zum Meer nicht nur ein logistischer Kanal, sondern ein kritischer Überlebensfaktor für Unternehmen.

### Gefahr für Importe und globale Märkte

Das Problem ist zweischneidig: Leidtragende sind nicht nur die Exportströme, sondern auch der Rohstoffimport. Die Einstellung der Schifffahrt in den Schwarzmeerhäfen hat die Kohlelieferungen gefährdet. Nach der Stilllegung der Pokrowsk-Kohlegruppe benötigen die metallurgischen Unternehmen einen Import von rund 250.000 Tonnen Kohle pro Monat. Alternative Quellen innerhalb der Ukraine gibt es nicht, was den Betrieb der Hochofenanlagen gefährdet.

Metinvest betont, dass die Schließung der Häfen die wichtigsten Exportziele trifft: Eisenerz kann nicht nach China und in die Türkei gelangen, Roheisen nicht in die USA und Metallprodukte nicht in die Länder Südeuropas und des Nahen Ostens. Dies bedeutet nicht nur direkte Verluste, sondern auch den Verlust von Marktanteilen auf der globalen Bühne.

### Expertenprognose: „Schlimmer als 2022'

Der Präsident des Verbandes „Ukrmetallurgprom“, Alexander Kalenkov, bezeichnete die aktuelle Situation als kritischer als die Jahre 2022–2023. „Damals waren die Preise besser, und die Unternehmen konnten die Krise überstehen. Heute gibt es keine Alternative zu den Häfen von Odessa', so er. Nach seinen Worten wird ein Teil der Unternehmen gezwungen sein, in einen Zustand vollständiger Stilllegung zu übergehen, wenn der Zugang zum Meer in den nächsten Wochen nicht wiederhergestellt wird.

Vertreter der Wirtschaft schlagen Alarm: Die Ukraine riskiert den Verlust von Milliarden von Dollar, und die Branche könnte sich so weit verschlechtern, dass eine Wiederherstellung Jahre dauern wird.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Металлургия под серьезной угрозой из-за блокирования портов, - эксперт](https://www.rbc.ua/ukr/news/metalurgiya-pid-seryoznoyu-zagrozoyu-cherez-1786097453.html) - Подтверждает данные о рисках потери 35% производства и цитирует Александра Каленкова.
- [Блокировка украинских портов: что будет с гривной, топливом и ценами](https://focus.ua/economics/762094-blokirovka-ukrainskih-portov-katastroficheski-povliyaet-na-kurs-dollara-inflyaciyu-i-ceny) - Подтверждено по источнику focus.ua
- [Блокировка портов агрессором уже привела к остановке работы предприятий](https://zn.ua/ECONOMICS/blokirovka-portov-ahressorom-uzhe-privela-k-ostanovke-raboty-predprijatij.html) - Подтверждает факт остановки работы предприятий (Ferrexpo, Метинвест) в августе 2026 года.