Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Michail Fedorow hat erstmals öffentlich zu den landesweiten Protesten Stellung genommen, die zu seinen Gunsten stattfinden. Der Ex-Beamte veröffentlichte einen Beitrag in den sozialen Medien, in dem er die Bürger für ihr Vertrauen dankte und seine Überzeugung zum Ausdruck brachte, dass Veränderungen unvermeidlich sind.

Reaktion auf die Straßenaktionen

Die Ereignisse spielen sich vor dem Hintergrund massiver Demonstrationen ab, die Analysten mit den Aktionen des vergangenen Jahres zur Unterstützung von NABU und SAP vergleichen. Menschen gehen auf die Straße und fordern die Aufhebung der Entscheidung über die Entlassung Fedorows. Der Ex-Minister betonte in seiner Ansprache, dass er sich dem Volk gegenüber verantwortlich fühle, eine Verantwortung, die seiner Aussage nach sogar größer sei als diejenige, die er auf Regierungsämtern empfunden habe.

In seiner Mitteilung lenkte Fedorow die Aufmerksamkeit auf die Verdienste, für die ihn die Wähler schätzen: „Ihr habt mich für „Mrija“ und „Diia“ gedankt. Ich danke euch von meiner Seite für die Hoffnung“. Er drückte auch besondere Dankbarkeit gegenüber Veteranen und aktiven Soldaten aus und würdigte ihren Beitrag zur Aufrechterhaltung der Front und zur Bewahrung der Ehre.

Kontext der Entlassung

Zur Erinnerung: Am 16. Juli bestätigte die Werchowna Rada die neue Zusammensetzung des Ministerrats unter der Führung von Sergei Korezki. Im Rahmen dieser Rotation wurde Michail Fedorow von seinem Amt enthoben. Nach seinem Rücktritt hielt er eine Pressekonferenz ab, auf der er seinen größten Fehler im Zusammenhang mit der Armee-Reform eingestand, jedoch versicherte, dass er den Präsidenten niemals im Stich gelassen habe.

Den zuvor gemachten Angaben zufolge lehnte Fedorow das Angebot von Wolodymyr Selenskyj ab, die Position eines Beraters anzutreten. Stattdessen wählte er den Weg der öffentlichen Aktivität, was zu der aktuellen Welle der Unterstützung durch die Bürger führte. „Der Dialog besteht. Ich glaube, dass alles klappen wird“, fasste der Ex-Minister in seiner Ansprache zusammen.