---
title: "Michail Fedorow gibt vor seinem Rücktritt Fehler bei der Armee-Reform zu: „Wir haben nicht mit dem Volk gesprochen“"
description: "Michail Fedorow gab vor seinem Rücktritt Fehler bei der Armee-Reform zu: „Wir haben nicht mit dem Volk gesprochen“. Selenskyj entließ den Minister wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Kommando der Streitkräfte, was jedoch zu Protesten und Rücktritten in den Reihen der Militärs und Abgeordneten führte. 🇺🇦📉"
date: 2026-07-16T10:50:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/michail-fedorow-gibt-vor-seinem-ruecktritt-fehler-bei-der-armee-reform-zu-wir-haben-nicht-mit-dem-volk-gesprochen
tags: [mikhail-fedorov, ukraine, zelensky, igor-klimenko, military-reform]
publisher: "XAB.info"
---

# Michail Fedorow gibt vor seinem Rücktritt Fehler bei der Armee-Reform zu: „Wir haben nicht mit dem Volk gesprochen“

![Mykhailo Fedorov im Büro, gestikuliert während eines Gesprächs über die Armee-Reform](https://xab.info/media/2026/07/16/mihail-fedorov-priznal-oshibku-v-reforme-armii-pered-otstavkoj/mihail-fedorov-priznal-oshibku-v-reforme-armii-pered-otstavkoj-1.webp)

Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Fedorow hat während seiner Amtszeit öffentlich einen schwerwiegenden Fehler im Rahmen der Militärrreform eingestanden. In seiner Erklärung wies er darauf hin, dass der entscheidende Fehler darin bestand, dass während der Umstrukturierung der Streitkräfte kein Dialog mit der Gesellschaft geführt wurde.

### „Wir haben nicht mit dem ukrainischen Volk gesprochen“

Laut Fedorow hielt sich das Team für erfahren genug, beging jedoch einen fatalen Fehler. Der Minister betonte, dass bei der Ausarbeitung der ersten Phase der Reform und dem Angebot neuer Verträge keine Konsultationen mit Abgeordneten, Expertengruppen und Militärs durchgeführt wurden.

„Wir haben einen Fehler begangen, den man nicht machen darf. Wir haben nicht mit dem ukrainischen Volk gesprochen – vertreten durch Abgeordnete, Expertengruppen und Militärs – als wir die erste Phase der Umstrukturierung der Streitkräfte durchführten“, erklärte Fedorow auf einer Pressekonferenz.

Er forderte auf, dass bei der Gestaltung der nächsten Phasen der Mobilisierungsvorschläge die offene Diskussion mit der Gesellschaft Priorität haben müsse. Nach Ansicht des Politikers sei es notwendig, die Vision der Reform zu veröffentlichen, die Leiter der Territorialen Rekrutierungs- und Mobilisierungszentren (TRMZ) und die Polizei zusammenzuführen, um einen neuen Gesellschaftsvertrag zu bilden. Fedorow betonte, dass es nicht um die TRMZ selbst gehe, sondern um den Entwicklungsvektor der Armee: „Wohin gehen wir, wie gehen wir und womit gehen wir“.

### Personelle Umstrukturierungen und Gründe für den Rücktritt

Fedorows Eingeständnis erfolgte vor dem Hintergrund weitreichender personeller Änderungen im Kabinett der Minister. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte die Entlassung Fedorows vom Posten des Verteidigungsministers an. Für die vakante Stelle wurde der Innenminister Ihor Klymenko ernannt.

Wolodymyr Selenskyj nannte mehrere Gründe für seine Entscheidung. Insbesondere wies er auf unterschiedliche Auffassungen über die Kriegsführung zwischen Fedorow und dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyj, hin. Der Präsident äußerte die Hoffnung, dass der neue Verteidigungsminister Klymenko die aktuellen Probleme mit den TRMZ und der Mobilisierung lösen könne.

Was die weitere Zukunft Fedorows betrifft, bot Selenskyj ihm an, Berater zu werden; der ehemalige Minister lehnte dieses Angebot jedoch ab. Der Präsident merkte jedoch an, dass Fedorow „in der Nähe“ bleiben werde, also im Team, ohne jedoch Details zu seiner zukünftigen Rolle zu nennen.

### Reaktion der Gesellschaft und der Politiker

Die Entscheidung des Präsidenten, den Verteidigungsminister zu wechseln, löste in der ukrainischen Gesellschaft breite Resonanz und Kritik aus. Unmittelbar nach der Ankündigung der Entlassung begannen in verschiedenen Städten des Landes Protestaktionen.

Das Ereignis führte zu Rücktritten und Erklärungen über die Niederlegung der Befugnisse anderer Staatsmänner. Der stellvertretende Kommandeur der Luftstreitkräfte der Ukraine, Pawlo Elizarow, trat zurück, und der Volksabgeordnete Nikita Poturaev kündigte an, sein Mandat als Parlamentarier als Zeichen der Ablehnung der Entscheidung des Staatsoberhauptes niederzulegen.