Die Nutzer von Windows 11, die seit Jahren nach Verbesserungen rufen, haben endlich eine Antwort von den Entwicklern erhalten. Der Konzern Microsoft hat offiziell bestätigt, an einer Überarbeitung des Kontextmenüs zu arbeiten, das durch einen Rechtsklick aufgerufen wird. In der aktualisierten Version wird es nicht nur schneller und einfacher, sondern auch an die individuellen Gewohnheiten des Nutzers anpassbar sein.

Fünf Jahre Unzufriedenheit

Die Premiere von Windows 11 fand im Juni 2021 statt, und genau dann begann die massenhafte Unzufriedenheit mit dem Interface. Die Entwickler änderten das vertraute Menü radikal und entfernten die meisten nützlichen Funktionen. Anstatt eines sofortigen Zugriffs auf die Tools mussten sich die Nutzer mit dem Punkt „Weitere Optionen anzeigen“ auseinandersetzen, in dem Microsoft die wichtigsten Aktionen versteckte.

Diese Logik führte dazu, dass für einfache Aufgaben nun zusätzliche Klicks erforderlich sind. Die Situation wird durch die Geschwindigkeit verschärft: Im Gegensatz zu früheren Versionen des Betriebssystems, in denen das Menü sofort erschien, ist das Laden in Windows 11 oft mit Verzögerungen verbunden. Darüber hinaus fügen Systemupdates regelmäßig Punkte zum Menü hinzu, die den meisten Nutzern nicht nützen und das Interface aufblähen.

Zugabe des Fehlers durch Microsoft

Die offizielle Bestätigung der Arbeit an der Lösung des Problems gab Marcus Ash, Leiter der Abteilung für Design und Forschung bei Windows. In seinem Beitrag im sozialen Netzwerk X erklärte er, dass das Unternehmen Kontextmenüs schneller, standardmäßig einfacher und anpassbar machen möchte, je nachdem, welche Funktionen der Nutzer am häufigsten verwendet.

„Wir arbeiten daran, Kontextmenüs schneller, standardmäßig einfacher und anpassbar zu machen, je nachdem, was Sie am häufigsten verwenden“, schrieb Ash und versprach, in Kürze weitere Details zum Ansatz des Unternehmens zu teilen.

Warum Microsoft zu spät kam

Die Idee, das Menü durch das Ausblenden von Punkten zu vereinfachen, entstand aus dem Wunsch, ein Problem zu lösen, das bereits seit Windows XP angehäuft wurde. Im Laufe der Jahre wuchs das Kontextmenü, da Entwickler von Drittanbieter-Software dort ihre Funktionen für den schnellen Zugriff hinzufügten. In Windows 11 versuchte Microsoft, das Problem der „Sauberkeit“ des Interfaces zu lösen, versteckte aber unter dem Button nicht die „zusätzlichen“, sondern die wichtigsten Werkzeuge.

Darüber hinaus nahm das Menü selbst aufgrund größerer Abstände zwischen den Punkten mehr Platz auf dem Bildschirm ein, was die Entwickler als Designmerkmal und nicht als Fehler bezeichneten. Doch in den fünf Jahren seit dem Release warteten die Nutzer nicht auf die Gnade der Entwickler. Der Markt wurde mit Dutzenden von Drittanbieter-Tools gefüllt, die das Menü in den vertrauten Zustand zurückversetzen, wodurch die offizielle Korrektur von Microsoft faktisch zu spät kommt.