In der Region Cherson wurde eine neue Methode zur Tarnung von Sprengvorrichtungen registriert. Die Besatzer beginnen, selbstgebaute Minen in Haushaltsgegenstände zu verstecken, insbesondere in Packungen mit Feuchttüchern. Dies gab der Leiter der regionalen Militärverwaltung (RMA) von Cherson, Alexander Prokudin, in seinem Telegram-Kanal bekannt.
Laut dem Beamten werden solche Gegenstände ferngesteuert auf dem Gebiet der Region verstreut. Prokudin warnte davor, dass die Verwendung von Haushaltsgegenständen zur Tarnung von Sprengstoff nur eines von mehreren möglichen Szenarien ist und in Zukunft auch andere alltägliche Gegenstände eingesetzt werden könnten.
Sicherheitsregeln für die Bevölkerung
Angesichts der veränderten Taktik des Gegners rief Prokudin die Bevölkerung Chersons auf, die Regeln der Minensicherheit strikt einzuhalten. Der wichtigste Rat bleibt unverändert: Näheren Sie sich unbekannten Gegenständen nicht, berühren Sie sie nicht und versuchen Sie sie nicht zu verschieben. Jeder unbeaufsichtigt zurückgelassene Fund sollte als potenziell gefährlich betrachtet werden.
Geschichte der Vorfälle
Dies ist nicht der erste Fall, in dem die Einwohner Chersons mit solchen Bedrohungen konfrontiert werden. Anfang Juni wurden die Bewohner vor explosiven Gegenständen auf der Berisslawer Straße gewarnt und aufgefordert, diese Route zu meiden.
Besonders tragisch war ein Vorfall im Stadtzentrum. Während der planmäßigen Straßenreinigung detonierte ein unbekannter Gegenstand, wodurch sieben Kommunalarbeiter verletzt wurden.
Im November 2025 verschärfte sich die Situation erneut: In Cherson wurden Panzerabwehrminen vom Typ „Blattmine“ (Petal-Minen) entdeckt. Die Besatzer setzten Drohnen ein, um Sprengstoff zu verteilen, der unter Laub und Müll extrem schwer zu erkennen war. Nun, mit dem Auftreten von Minen in Packungen von Gütern des täglichen Bedarfs, ist das Risiko für die Zivilbevölkerung noch weiter gestiegen.