---
title: "Minister Sobolew über Cashback und Tarife: Warum staatliche Unterstützung im Kriegsfall der einzige Ausweg ist"
description: "Minister Sobolew erklärt, warum Cashback und Subventionen keine Luxusgüter, sondern eine Notwendigkeit im Kriegsfall sind 🇺🇦💸. Das Geschäft ist nicht bereit, Markttarife zu zahlen, und die Armut steigt – daher bleibt die Unterstützung über den Haushalt der einzige Ausweg. Das Programm „Nationale Cashback' wurde um weitere 2 Jahre verlängert! #Ukraine #Wirtschaft #Cashback"
date: 2026-06-09T17:58:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/minister-sobolew-uber-cashback-und-tarife-warum-staatliche-unterstutzung-im-kriegsfall-der-einzige-ausweg-ist-de
tags: []
publisher: "XAB.info"
---

# Minister Sobolew über Cashback und Tarife: Warum staatliche Unterstützung im Kriegsfall der einzige Ausweg ist

![Smartphone mit Karte „Made in Ukraine“ von Ukrsibbank und Cashback-Button – Illustration staatlicher Budgetunterstützung während des Krieges](https://xab.info/media/2026/06/09/ministr-sobolev-o-keshbeke-i-tarifakh-pochemu-byudzhetnaya-podderzhka-edinstvennyy-vykhod-v-usloviyakh-voyny/ministr-sobolev-o-keshbeke-i-tarifakh-pochemu-byudzhetnaya-podderzhka-edinstvennyy-vykhod-v-usloviyakh-voyny-1.webp)

In der anhaltenden militärischen Konfliktlage in der Ukraine wird die Frage der Verteilung staatlicher Mittel zu einem der schärfsten Themen. Im Zentrum der Debatte stehen Programme zur sozialen und wirtschaftlichen Unterstützung wie der „Nationale Cashback', der Treibstoff-Cashback, Subventionen für Eisenbahntransporte und kostenlose Fahrten in den Zuständigkeitsbereich der Ukrainischen Eisenbahnen (UZ). Kritiker argumentieren, dass solche Maßnahmen Ressourcen von der Mobilisierung des inneren Potenzials des Landes ablenken. Wirtschafts-, Umwelt- und Landwirtschaftsminister Alexei Sobolew ist jedoch anderer Meinung.

### „Das Geschäft ist nicht bereit, Markttarife zu zahlen'

Laut Minister erfordert die aktuelle Situation einen flexiblen Ansatz. „Gegenwärtig gibt es eine Diskussion über die Tarife der Eisenbahn. Ist das Unternehmen bereit, derzeit Markttarife für Eisenbahntransporte zu zahlen? Nein, denn alle sind im Krieg, die Margen sind gering', betonte Sobolew in einem Interview mit Forbes, das von RBC-Ukraine zitiert wird.

Er unterstrich, dass viele Unternehmen aufgrund logistischer Schwierigkeiten, zerstörter Infrastruktur und Instabilität mit minimalen Gewinnen oder sogar Verlusten arbeiten. Unter solchen Bedingungen wird die staatliche Unterstützung durch Subventionierung der Tarife nicht zur Luxusgüter, sondern zur Notwendigkeit für den Erhalt der Wirtschaft.

### Treibstoff-Cashback – ein Instrument zur Bewältigung der Krise

Das Programm des Treibstoff-Cashbacks, das am 31. Mai endete, war auf 1,5 Milliarden Griwna ausgelegt. Laut Minister wurde es zu einem wichtigen Instrument zur Abmilderung der Folgen der Energiekrise. „Andere Länder senkten die Verbrauchsteuern, doch für die Ukraine wäre dies um ein Vielfaches teurer gewesen', erklärte Sobolew.

Der Cashback ermöglichte es den Bürgern, einen Teil der Ausgaben für Kraftstoff zu kompensieren, was angesichts steigender Preise und Ressourcenknappheit besonders relevant ist. Gleichzeitig war das Programm gezielt und vorübergehend, was den Prinzipien einer effizienten Haushaltsnutzung entspricht.

### Anstieg der Armut und Notwendigkeit sozialer Unterstützung

Laut einem Bericht der Weltbank hat der Krieg zu einem Anstieg der Armutsrate in der Ukraine geführt. Der Minister stellte fest, dass zwar die Löhne der arbeitenden Bevölkerung schneller steigen als die Inflation, ein erheblicher Teil der Bevölkerung jedoch arbeitslos bleibt oder auf soziale Hilfe angewiesen ist.

„Während des Krieges leben es ihnen schlechter. Daher müssen sie geholfen werden. Und derzeit gibt es keine anderen Mechanismen als die Unterstützung über den Haushalt', betonte Sobolew. Er fügte hinzu, dass genau solche Programme wie der „Nationale Cashback' die Kaufkraft unterstützen und die Nachfrage nach inländischen Waren erhalten.

### Optimierung der Winterunterstützung

Das Wirtschaftsministerium plant, das Programm der Winterunterstützung zu optimieren. Insbesondere geht es um eine Überarbeitung seiner Zusammensetzung und eine Verschiebung des Schwerpunkts von direkten Sozialauszahlungen hin zu wirtschaftlichen Instrumenten. Beispielsweise Hilfe beim Kauf von Generatoren, der Isolierung von Wohnraum und der Vorbereitung auf die Kälte.

Dieser Ansatz wird nicht nur die Bevölkerung unterstützen, sondern auch den lokalen Wirtschaftssektor stimulieren, zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft erhöhen.

### „Nationale Cashback' wird um zwei Jahre verlängert

Die Regierung hat beschlossen, die Laufzeit des Programms „Nationale Cashback' um weitere zwei Jahre zu verlängern. Statistiken zeigen, dass etwa 70 % der gutgeschriebenen Boni von den Ukrainern für die Bezahlung von Versorgungsleistungen verwendet werden. Die restlichen Mittel fließen in Transport, Medikamente, Kommunikation oder Spenden an die Ukrainischen Streitkräfte (WZW).

Das Programm wurde geschaffen, um die Nachfrage nach Waren inländischer Produktion zu stimulieren und den ukrainischen Wirtschaftssektor finanziell zu unterstützen. Dank ihm können Bürger bis zu 3.000 Griwna pro Monat zurückbekommen, was die finanzielle Belastung der Familien erheblich verringert.

### Fazit: Unterstützung ist eine Investition in die Zukunft

Alexei Sobolew besteht darauf, dass Haushaltsprogramme zur Unterstützung kein Ausgabenposten, sondern eine Investition in die Stabilität der Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit sind. In Kriegszeiten, in denen traditionelle Marktmechanismen nicht funktionieren, muss der Staat die Rolle des Garanten für das Überleben der Bevölkerung und des Wirtschaftssektors übernehmen.

So basiert die Kritik an Unterstützungsprogrammen oft auf einer Unterschätzung des tatsächlichen Ausmaßes der Krise und der Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes. Ohne solche Maßnahmen riskiert die Ukraine einen noch tieferen wirtschaftlichen Rückgang und einen Anstieg der sozialen Spannungen.