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title: "Kampf gegen Betrüger: Das Ministerium für digitale Entwicklung plant ein Verbot von Anrufen und SMS für „smarte' SIM-Karten"
description: "Das russische Ministerium für digitale Entwicklung plant strenge Maßnahmen gegen Betrüger: „Smarte' SIM-Karten (M2M) werden die Möglichkeit zum Telefonieren und Senden von SMS verlieren. 📵 Das Projekt zielt auf die Bekämpfung grauer Schemata und Spam-Anrufe ab, erfordert jedoch vom Unternehmen eine umfassende Überprüfung der Geräte. 🛡️📉"
date: 2026-06-28T00:31:33.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Kampf gegen Betrüger: Das Ministerium für digitale Entwicklung plant ein Verbot von Anrufen und SMS für „smarte' SIM-Karten

![Geplatzte SIM-Karte mit rotem Riss — Symbol des Kampfes gegen Betrug durch Verbot von Anrufen und SMS für intelligente Karten](https://xab.info/media/2026/06/28/tsifra-zapretit-zvonki-i-sms-dlya-m2m-sim-kart/tsifra-zapretit-zvonki-i-sms-dlya-m2m-sim-kart-1.webp)

In Russland wird eine umfassende Reform des Mobilfunkmarktes vorbereitet, die darauf abzielt, „graue' Schemata zu beseitigen, die von Cyberkriminellen genutzt werden. Das Ministerium für digitale Entwicklung, Kommunikation und Massenmedien (Minzifry) prüft ein Projekt, das die Spielregeln für SIM-Karten des Internet der Dinge (IoT) grundlegend ändern wird. Im Rahmen des dritten Pakets von Rechtsvorschriften zur Bekämpfung von Cyberbetrug plant das Ressort, M2M-Schnittstellen (Machine-to-Machine) in eine separate, isolierte Kategorie auszugliedern und Sprachfunktionen vollständig zu verbieten.

### Rechtliches Vakuum und das Problem „grauer' Händler

Laut Fachmedien wurde die Initiative ausgelöst, da der Bereich der Maschinen-zu-Maschine-Kommunikation de facto unter Bedingungen eines rechtlichen Vakuums funktioniert. Nach Schätzungen von Branchenverbänden entfallen auf technologische SIM-Karten etwa 20 % des Gesamtvolumens aktiver Nummern im Land – das sind mehr als 60 Millionen Einheiten bei einer Gesamtbasis von über 300 Millionen.

Das Hauptproblem liegt in der fehlenden zwingenden Liste von Dienstleistungen für die Tarifgestaltung von IoT-Profilen. Dies ermöglicht es Kriminellen, Kanäle des maschinellen Datenaustauschs zur Einrichtung illegaler Sprachverkehrsschleusen (GSM-Gateways) und zur Durchführung automatisierter Spam-Anrufe zu nutzen.

Wie Experten feststellen, sind graue Händlersysteme der Hauptfaktor für die Kompromittierung von Verifizierungssystemen. Großhandelsmengen von „Sprach'-SIM-Karten werden auf Scheinfirmen unter dem Deckmantel von Verträgen für das Internet der Dinge registriert. Diese Praxis ermöglicht es, die Anforderungen des Bundesgesetzes zur obligatorischen individuellen Registrierung von Unternehmenskunden im Portal für staatliche Dienste zu umgehen.

### Technische Isolierung: Nur Internet, keine Anrufe

Das geplante Paket von Änderungen, das das Gesetz „Antifraud 2.0' ergänzen soll, umfasst drei wesentliche Barrieren gegen die illegale Nutzung von SIM-Karten:

- **Isolierung des Datenverkehrs:** Technische Beschränkungen auf Ebene der Vermittlungsplattformen der Netzbetreiber (MSC), die die Verarbeitung von Anrufen und SMS über M2M-Nummern ausschließen. Für solche Karten bleibt ausschließlich der Paketdatenverkehr (GPRS/LTE/5G) verfügbar.

- **Verbot der Fernaktivierung von eSIM:** Einführung eines regulatorischen Verbots für die Registrierung eingebetteter Profile elektronischer Karten von IP-Adressen aus, die außerhalb der Gerichtsbarkeit Russlands liegen. Dies soll anonyme Verbindungen aus dem Ausland verhindern.

- **Kontrolle der Geräte:** Obligatorische Überwachung der Übereinstimmung des IMEI-Identifikators mit dem Gerätetyp. Wenn eine M2M-Karte in einem benutzerspezifischen Smartphone anstelle eines industriellen Terminals entdeckt wird, muss der Betreiber den Dienst sofort sperren.

### Auswirkungen auf Unternehmen und Infrastruktur

Die Presseabteilung des Ministeriums für digitale Entwicklung bestätigte die Tatsache laufender zwischenbehördlicher Konsultationen, die endgültige Architektur der Änderungen wird jedoch erst nach Abschluss der Abstimmungsverfahren vorgestellt. Vertreter der „Big Four' der Betreiber (MTS, Megafon, Beeline, T2) enthalten sich derzeit offizieller Kommentare.

Unabhängige Experten warnen jedoch vor möglichen Schwierigkeiten. Die Einführung strenger Verfahren zur zusätzlichen Identifizierung wird eine umfassende Inventarisierung bestehender Systeme für „Smart Home' und Bankgeräte erfordern. Dies könnte die operativen Kosten des legalen Wirtschaftssektors vorübergehend erhöhen und die Logistikverfahren für große Einzelhändler und Anbieter digitaler Dienste erschweren.

Trotzdem tragen die Betreiber gemäß dem Bundesgesetz „Über Kommunikation' Nr. 126-FZ eine direkte rechtliche Verantwortung für die Richtigkeit der Informationen über Abonnenten. Unter den Bedingungen der Integration von Verifizierungssystemen wird die Standardisierung des IoT-Verkehrs zu einem unvermeidlichen Schritt der Modernisierung des Marktes.