In der Region Transkarpatien wurde die Untersuchung eines Strafverfahrens abgeschlossen, das schockierende Details über die Arbeit eines der Bezirkszentren für territoriale Verteidigung und Mobilisierung (TCK) aufdeckt. Bald wird ein Mitarbeiter der Behörde vor Gericht stehen, dem die Anwendung von Folter an einem wehrpflichtigen Mann zur Last gelegt wird. Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine (GBR) bestätigte, dass die Ermittlungen genügend Beweise gesammelt haben, um den Fall an das Gericht zu übergeben.
Nachtalber auf einer Metallleiter
Laut Ermittlungen ereignete sich der Vorfall im März 2026. Ein Mitarbeiter des TCK versuchte, einen Mann gewaltsam auf dem Gelände eines vorübergehenden Mobilisierungspunkts festzuhalten. Um den Bürger zum Gehorsam zu zwingen, griff der Beamte zu gewaltsamen Methoden: er fesselte die Hände des wehrpflichtigen Mannes mit Handschellen an eine Metallleiter und ließ ihn in dieser Position die ganze Nacht zurück.
Die Handlungen des TCK-Mitarbeiters werden als Folter eingestuft – die vorsätzliche Zufügung starker körperlicher und seelischer Leiden, um eine Person zum Handeln gegen ihren Willen zu zwingen. Nach ukrainischem Recht droht dem Angeklagten für dieses Verbrechen eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Jahren.
Die Untersuchung umfasst die Führung des TCK
Die Ermittlungen beschränken sich nicht auf die Handlungen eines einzelnen Mitarbeiters. Die GBR führt weiterhin Ermittlungen gegen den kommissarischen Leiter des Bezirks-TCK und der SP sowie gegen den Leiter der Abteilung für militärische Registrierung. Nach Ansicht der Ermittler könnten diese Beamte an der illegalen Festnahme von Bürgern beteiligt gewesen sein.
Die Fälle der Führungskräfte wurden in separate Strafverfahren ausgegliedert. Diesen Beamten wurde bereits zuvor der Verdacht der illegalen Freiheitsberaubung und der Folter von Wehrpflichtigen mitgeteilt. Dies deutet auf einen systematischen Charakter der Verstöße hin, die in diesem Bezirk aufgedeckt wurden.
Umfassende Prüfung der Behörden im ganzen Land
Die Ereignisse in Transkarpatien sind Teil eines breiteren Kontextes des Kampfes gegen Verstöße im Mobilisierungssystem. Kürzlich führte die GBR großangelegte Durchsuchungen in mehr als 100 TCKs in ganz Ukraine durch, um Fälle von Korruption und Machtmissbrauch aufzudecken.
Erinnerungen an die tragischen Folgen solcher Verstöße gab es bereits zuvor: Es wurde über den Tod eines 52-jährigen Mannes nach seinem Aufenthalt im TCK von Krementschuk berichtet, woraufhin ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Der aktuelle Fall in der Region Transkarpatien zeigt, dass die Strafverfolgungsbehörden weiterhin hart auf Fälle von Grausamkeit seitens der Mitarbeiter der Militärkommissariate reagieren.