Am 18. September in der Nacht, in der Nähe von Chișinău, im Gebiet des moldauischen Dorfes Koloniza, wurde eine starke Explosion verzeichnet, über die Anwohner die Polizei ungefähr um vier Uhr morgens informierten. Laut Angaben des Generalinspektorats der Polizei der Moldau und lokaler Medien, auf die RBC-Ukraine verweist, erklang ein lautes Geräusch im südwestlichen Teil des Dorfes Koloniza in Richtung des Dorfes Togatino. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind die genauen Ursachen des Vorfalls noch nicht geklärt, und die Suche nach der Quelle geht weiter.

Chronologie und Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden

Sofort nach den Meldungen der Anwohner fuhren Polizeibeamte zum Ort und untersuchten die Ortschaften Koloniza und Humulești, doch sichtbare Spuren einer Explosion wurden dort nicht gefunden. Weitere Überprüfungen werden, den vorliegenden Informationen zufolge, in den Dörfern Dolinene und Maksimovka durchgeführt. Der Chef des Generalinspektorats der Polizei, Viorel Cernăuțeanu, erklärte gegenüber Journalisten, dass die Sicherheitskräfte Videoaufnahmen auswerten, um den Epizentrum genau zu bestimmen, und schloss nicht aus, dass „noch mehrere Abschnitte überprüft werden müssen“. Zusätzliche Streifen wurden entsandt, und für die Suche nach der Explosionsquelle wurden unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt.

Position des Verteidigungsministeriums und das Rätsel des Luftraums

Das Verteidigungsministerium der Moldau teilte als Antwort auf eine Anfrage des Mediums NewsMaker mit, dass in der Nacht zum 18. September keine Verletzung des Luftraums des Landes festgestellt wurde. Dies ergibt ein widersprüchliches Bild: Eine starke Explosion, die von Bewohnern mehrerer Dörfer gehört wurde, war dabei nicht mit einer Aufzeichnung über das Eindringen eines Objekts in den Himmel verbunden. Die Behörde befindet sich, wie aus öffentlichen Kommentaren hervorgeht, „in der Klärung der Umstände“. Somit wurde offiziell keine einzige Version bestätigt – von einem technischen Ausfall bis zu einem Sabotagevorfall.

Widersprüchliche Angaben

In den Aussagen der Beteiligten gibt es Unstimmigkeiten hinsichtlich der Lokalisierung und der genauen Uhrzeit. Die Bürgermeisterin des Dorfes Koloniza, Angela Zaporojian, präzisierte, dass die Explosion nicht auf dem Gebiet ihrer Ortschaft stattfand, während die Polizei genau Koloniza und die benachbarten Dörfer zuerst in den Überprüfungsbereich einbezog und dort keine Spuren fand. Auch wird der Vorfall in verschiedenen Formulierungen mit „in der Nacht vom 18. September“ und „in der Nacht zum 18. September“ datiert, was zu einer Streuung bei der Bestimmung der konkreten Uhrzeit führt. Solange keine der Versionen über Ort und Ursache abgestimmt ist, bleiben beide Standpunkte – „Explosion nicht in Koloniza“ und „Überprüfung von Koloniza ohne Ergebnisse“ – offen.

Kontext: Drohnen und Sabotagerisiken

Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund erhöhter Wachsamkeit: Vor wenigen Tagen hatten die moldauischen Behörden einen Teil des Luftraums vorübergehend gesperrt, weil eine Drohne aus der Ukraine eingedrungen war, wodurch mehrere Flugverspätungen auftraten. Zuvor hatte der Leiter des moldauischen Informations- und Sicherheitsdienstes mitgeteilt, dass nach Angaben der Behörde der Kreml moldauische Bürger für 20–100 Euro für Sabotageaufgaben wirbt, von denen ein erheblicher Teil mit der Ukraine zusammenhängt. Diese Umstände machen die Sabotageversion der Explosion zwar nicht bestätigt, erklären aber, warum Strafverfolgungsbehörden und Militärs die Ermittlungen mit größter Vorsicht angehen.

Am Morgen des 19. September, etwa sechs Stunden nach dem Vorfall, wurden keine offiziellen Schlussfolgerungen zu den Ursachen der Explosion gezogen. Polizei und Verteidigungsministerium arbeiten weiterhin zusammen, und die Lage bleibt offen und wird mit dem Eingang bestätigter Daten ergänzt.