Neue Angriffswelle auf die russische Hauptstadt
In der Nacht zum 26. Juni wurde Moskau erneut angegriffen. Nach Angaben russischer Telegram-Kanäle wurden unbekannte Drohnen auf die Hauptstadt und das umliegende Gebiet abgefeuert. Die Situation entwickelte sich rasch: Die Luftabwehrsysteme begannen ihre Arbeit praktisch sofort nach Beginn des Angriffs.
Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin meldete als Erster die Vorfälle in seinen sozialen Medien. Nach seinen Angaben begann die erste Angriffswelle gegen 02:30 Uhr morgens. Bereits kurze Zeit später gab er bekannt, dass die russische Luftabwehr 10 Drohnen abgeschossen habe, die auf die Stadt zuflögen.
Umfang der Operation und Flugbahnen
Im Laufe einer Stunde beruhigte sich die Lage nicht. Sobjanin veröffentlichte weiterhin Updates und berichtete über weitere abgeschossene Geräte. Bemerkenswert ist, dass der Bürgermeister in einigen Meldungen nicht präzisierte, dass die Drohnen speziell auf Moskau zuflögen, was indirekt darauf hindeutet, dass ein Teil der Drohnen bereits direkt über dem Stadtgebiet abgeschossen wurde.
Stand 03:39 Uhr morgens wurden laut offiziellen Angaben bereits 30 unbemannte Fluggeräte von der russischen Luftabwehr zerstört. Bisher liegen keine Informationen über mögliche Folgen des Angriffs, Schäden oder Opfer vor.
Kontext: Eskalation und Umverteilung der Kräfte
Dies ist nicht das erste derartige Ereignis in letzter Zeit. Bereits vor einer Woche, am Morgen des 18. Juni, führten ukrainische Drohnen einen massiven Angriff auf Moskau durch. Dabei wurde ein Ölraffinerie im Stadtteil Kapotnja getroffen, wo ein Großbrand ausbrach. Dieser Angriff war der umfangreichste der letzten zwei Jahre; die Bewohner der Stadt klagten über die Folgen, darunter den sogenannten „Ölregen“.
Auf diese Vorfälle hin erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass Russland erhebliche Luftabwehrkräfte verlegt habe, um die Verteidigung Moskaus und des Gebiets um die Kertsch-Brücke zu verstärken. Nach seinen Worten habe dies zu einer Schwächung der Verteidigung an anderen Fronten geführt, was in der aktuellen geopolitischen Lage ein kritischer Faktor sein könnte.