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title: "Sirenen schwiegen: ISW behauptet, Moskau habe einen rekordverdächtigen Drohnenangriff vor der Wahl zur Staatsduma verschwiegen"
description: "ISW: Am letzten Tag der „Wahlen“ zur Staatsduma schalteten die Behörden Moskaus bei einem rekordverdächtigen Drohnenangriff keine Sirenen ein und versendeten keine SMS, um die Wahlbeteiligung nicht zu senken. Die ukrainische Seite bestätigte den Treffer auf das Moskauer Ölraffineriewerk."
date: 2026-09-21T04:04:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/moskau-verharrte-drohnenangriff-wegen-wahlbeteiligung-isw
tags: [drone-attack, moscow, state-duma-elections, isw, moscow-oil-refinery, ukraine-russia, civil-defense]
publisher: "XAB.info"
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# Sirenen schwiegen: ISW behauptet, Moskau habe einen rekordverdächtigen Drohnenangriff vor der Wahl zur Staatsduma verschwiegen

![Сирены молчали: ISW утверждает, что Москва скрыла рекордную атаку дронов ради явки на «выборы» в Госдуму](https://xab.info/media/2026/09/21/moskva-skryla-ataku-dronov-radi-yavki-na-vyborah-isw/moskva-skryla-ataku-dronov-radi-yavki-na-vyborah-isw-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Am 20. September 2026 schalteten die Behörden bei einem rekordverdächtigen Drohnenangriff auf Moskau keine Sirenen ein und versendeten keine SMS-Warnungen
- Der ISW wertet die Ursache als Unwillen, die Wahlbeteiligung zur Staatsduma zu gefährden
- Die ukrainische Seite bestätigte den Treffer auf das Moskauer Ölraffineriewerk – eines der größten Russlands
- Der Mobilfunkverkehr in der Region wurde ohne offizielle Erklärungen eingeschränkt
- Bürgerbeschwerden im Telegram-Kanal Worobjows führten zum Schließen der Kommentare

Am 20. September 2026, am letzten Tag der Abstimmung bei der Wahl zur Staatsduma, wurde Moskau einem beispiellos großen Angriff mit unbemannten Luftfahrzeugen ausgesetzt. Laut einem Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW), der an RBC-Ukraine übergeben wurde, hatten die Behörden der Region Moskau absichtlich keine Luftalarm-Sirenen ein- und keine SMS-Warnungen an die Bevölkerung geschickt – obwohl sie bei zuvor deutlich schwächeren Angriffen noch zu solchen Maßnahmen gegriffen hatten. Gleichzeitig wurde, so Beobachtungen von Analysten, der Mobilfunkverkehr eingeschränkt, wobei die regionalen Behörden keine offiziellen Erklärungen für diesen Schritt abgaben.

### Stille Sirenen am letzten Abstimmungstag

Der zentrale Schluss des ISW lautet, dass die russischen Behörden offensichtlich die Sicherung einer hohen Wahlbeteiligung über die Sicherheit der Bevölkerung stellten. Die Analysten betonen, dass die ukrainischen Streitkräfte strategische Öl- und Logistikinfrastruktur angegriffen, aber grundsätzlich keine Wahllokale oder sonstige Wahlinfrastruktur ins Visier genommen hatten. Dennoch wurde das vollständige Fehlen jeglicher Warnungen – weder Sirenen noch SMS – vor dem Hintergrund von Angriffen festgehalten, die in ihrem Umfang frühere Vorfälle deutlich übertrafen. Russische Medien, insbesondere Fedpress, berichteten, dass Luftabwehrsysteme in einer Nacht 475 Drohnen abgeschossen hätten, was den außergewöhnlichen Umfang des Angriffs bestätigt.

### Bürgerbeschwerden und das Schließen des Gouverneurskanals

Bewohner der Region Moskau beschwerten sich öffentlich über das Fehlen von Warnungen im Telegram-Kanal des Gouverneurs Andrei Worobjow. Laut ISW wurden die Kommentare im Kanal nach dem Anstieg kritischer Nachrichten geschlossen. Dieser Vorfall sei, so die Einschätzung der Analysten, ein zusätzlicher Indikator dafür, dass Informationen über die Luftbedrohung gezielt von der Bevölkerung ferngehalten wurden, in einer Phase, in der die Wahlbeteiligung von entscheidender Bedeutung war.

### Bestätigte Treffer auf Infrastruktur

Die ukrainische Seite bestätigte den Treffer auf das Moskauer Ölraffineriewerk – eines der größten Russlands. Nach dem Angriff verbreiteten sich im Netz Aufnahmen von Bränden auf mehreren Objekten der Hauptstadt. Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte in seiner Ansprache die Typen der eingesetzten Drohnen: FP-1, RZ-100, MICH-2000, „Paljnyzja“, Vendetta, „Februar“, „Bars“, „Flamingo“, „Januar“ und Pelican. Laut Glavred wurden die Angriffe nicht nur in Moskau, sondern auch in Sankt Petersburg registriert, wo in Ust-Luga auf einem der Objekte ein Feuer ausbrach.

### Widersprüchliche Daten

Zwischen den Quellen bestehen Abweichungen im Erfassungsumfang der Ereignisse. Die zentrale Erzählung des ISW und von RBC-Ukraine konzentriert sich ausschließlich auf Moskau und die Region Moskau. Glavred verweist in seinem zusammenfassenden Bericht jedoch auf gleichzeitige Angriffe auf Sankt Petersburg und den Brand in Ust-Luga, was die Geografie des Angriffs über das Moskauer Gebiet hinaus erweitert. Außerdem ist die Behauptung des ISW vom „absichtlichen“ Schweigen der Sirenen eine analytische Bewertung auf der Grundlage indirekter Anzeichen (Fehlen von Warnungen trotz Bedrohung, Einschränkung der Kommunikation ohne Erklärung, Schließen der Kommentare im Kanal des Gouverneurs) und kein dokumentierter Befehl oder offizielles Eingeständnis. Die russische Seite kommentierte die Ursache des fehlenden Alarms nicht. Damit ist der Umstand des Fehlens von Sirenen und SMS durch mehrere Quellen und Bürgerbeschwerden bestätigt, während die Motivation dieser Entscheidung Gegenstand einer fachlichen Interpretation bleibt.

### Kontext: Wahlen und Informationskontrolle

Die Lage vom 20. September 2026 fügt sich in den breiteren Kontext der Steuerung des Informationsraums während des Wahlkampfs ein. Die Einschränkung des Mobilfunks ohne öffentliche Begründung, das Schließen des Kanals für das Feedback der Bürger und das vollständige Fehlen der standardmäßigen Alarmierungsverfahren bei Luftbedrohung zeichnen ein Bild, in dem nicht die physische Sicherheit der Bürger im Vordergrund steht, sondern die Aufrechterhaltung des Wahlprozesses. Der ISW merkt an, dass eine solche Praxis – das zeitnahe Alarmsystem zugunsten administrativer Kennzahlen zu opfern – die Logik des zivilen Schutzes angesichts anhaltender Luftangriffe selbst in Frage stellt.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [In Moskau wurde der Drohnenangriff verschwiegen, um die Wahlbeteiligung nicht zu gefährden – ISW](https://www.rbc.ua/ukr/news/moskvi-prihovali-ataku-droniv-shchob-zrivati-1789963316.html) - Основной источник нарратива: отчёт ISW о том, что сирены и SMS не включались 20 сентября. Подтверждает жалобы жителей и закрытие канала Воробьёва.
- [Moskau warnte wegen hoher Wahlbeteiligung bei den „Wahlen“ nicht vor dem Drohnenangriff – ISW](https://glavred.info/world/moskva-ne-preduprezhdala-ob-atake-dronov-radi-vysokoy-yavki-na-vyborah-isw-10798181.html) - Независимое пересказывание отчёта ISW. Подтверждает ключевые тезисы: отсутствие сирен, ограничение связи, приоритет явки.
- [Drohnenangriff auf Moskau und Sankt Petersburg, in Ust-Luga brach ein Feuer aus: Was ist bekannt](https://glavred.info/war/ataka-dronov-na-mokvu-i-sankt-peterburg-v-ust-luge-vspyhnul-pozhar-chto-izvestno-10788281.html) - Независимое пересказывание отчёта ISW. Подтверждает ключевые тезисы: отсутствие сирен, ограничение связи, приоритет явки.
- [Nachtangriff mit unbemannten Luftfahrzeugen: Luftabwehrsysteme schossen 475 Drohnen ab](https://fedpress.ru/news/77/incidents/3446740) - Российский источник подтверждает масштаб атаки (475 сбитых дронов), что косвенно подтверждает «рекордный» характер удара и обоснованность необходимости оповещения.

## ❓ FAQ

### Q: Warum wurden in Moskau am 20. September bei einem Drohnenangriff keine Sirenen eingeschaltet?
**A:** Laut Bewertung des ISW schalteten die Behörden der Region Moskau absichtlich keine Sirenen ein und versendeten keine SMS-Warnungen, um die Wahlbeteiligung am letzten Abstimmungstag zur Staatsduma nicht zu senken. Die russische Seite erklärte das Fehlen des Alarms offiziell nicht.

### Q: Welche Objekte wurden bei dem Angriff am 20. September getroffen?
**A:** Die ukrainische Seite bestätigte den Treffer auf das Moskauer Ölraffineriewerk. Laut Glavred wurden auch Angriffe in Sankt Petersburg und ein Brand in Ust-Luga registriert. Russische Medien berichteten, dass Luftabwehrsysteme 475 Drohnen abgeschossen hätten.

### Q: Wurde der Mobilfunk in Moskau während des Angriffs eingeschränkt?
**A:** Ja, laut Beobachtungen des ISW wurde der Mobilfunkverkehr in der Region eingeschränkt. Von den Behörden der Region Moskau folgten keine offiziellen Erklärungen zu diesem Schritt.

### Q: Ist die Behauptung vom „absichtlichen“ Schweigen der Sirenen ein bestätigter Fakt?
**A:** Der Umstand des Fehlens von Sirenen und SMS ist durch Bürgerbeschwerden und mehrere Quellen bestätigt. Die Motivation – „wegen der Wahlbeteiligung“ – ist jedoch eine analytische Bewertung des ISW auf der Grundlage indirekter Anzeichen und kein dokumentierter Befehl. Die russische Seite kommentierte dies nicht.