---
title: "Likon: Das Innenministerium der Ukraine führt ein Gesichtserkennungssystem mit strengen Überwachungsbeschränkungen ein"
description: "Das Innenministerium der Ukraine hat das Gesichtserkennungssystem „Likon' zur Suche nach Vermissten und Verdächtigen gestartet. Der Erlass vom 26. Juni 2026 führt strenge Beschränkungen ein: Das System darf nicht für totale Überwachung verwendet werden, und Fotos werden sofort nach der Überprüfung gelöscht. 🚔🇺🇦"
date: 2026-07-17T10:16:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/mvd-ukraine-fuehrt-gesichtserkennungssystem-likon-ein
tags: [ukraine, mvd, likon, face-recognition]
publisher: "XAB.info"
---

# Likon: Das Innenministerium der Ukraine führt ein Gesichtserkennungssystem mit strengen Überwachungsbeschränkungen ein

![Frau mit digitaler Code-Projektion auf dem Gesicht, die das Gesichtserkennungssystem Likon und Überwachungsbedenken symbolisiert](https://xab.info/media/2026/07/17/mvd-ukrainy-zapuskaet-sistemu-raspoznavaniya-lits-likon/mvd-ukrainy-zapuskaet-sistemu-raspoznavaniya-lits-likon-1.webp)

Das Innenministerium der Ukraine hat offiziell das neue Informationssystem „Likon' gestartet. Das Instrument dient der automatischen Erkennung und Abgleichung von Gesichtern anhand von Fotos, was die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden im Bereich der Fahndung und Identifizierung grundlegend verändern soll. Dies meldet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf den Erlass des Innenministeriums Nr. 596 vom 26. Juni 2026.

Die Einführung der Technologie zielt darauf ab, die Suche nach vermissten Bürgern und die Identifizierung von Verdächtigen zu beschleunigen. Das Ministerium hat jedoch sofort die Grenzen der Nutzung der Algorithmen festgelegt und in das System strenge Mechanismen zum Schutz der Bürgerrechte und der Vertraulichkeit der Daten integriert.

### Drei Hauptaufgaben des Systems

Die Entwickler von „Likon' haben das System auf die Lösung konkreter operativer Aufgaben ausgerichtet, mit denen ukrainische Polizisten konfrontiert sind. Die Hauptanwendungsbereiche der Technologie umfassen:

    - **Identifizierung von Verdächtigen:** Der automatische Abgleich von Fotos mit Datenbanken und Fahndungsmitteilungen ermöglicht die schnelle Auffindung von Personen, die sich der Justiz entziehen.

    - **Fahndung nach Vermissten:** Das System hilft bei der Suche nach Bürgern, zu denen der Kontakt verloren ging, insbesondere unter schwierigen Bedingungen – in Kampfzonen oder während Evakuierungen.

    - **Identifizierung geschäftsunfähiger Personen:** Die Algorithmen ermöglichen die Identifizierung älterer Menschen, Minderjähriger oder Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die nicht in der Lage sind, ihre Daten selbstständig mitzuteilen.

### Hilfsstatus und rechtliche Beschränkungen

Ein entscheidender Aspekt der Funktionsweise von „Likon' ist sein Status im rechtlichen Rahmen. Die Gesetzgebung legt klar fest: Ein automatischer Treffer im System ist keine eigenständige Grundlage für die Erhebung von Anschuldigungen oder die Treffen von prozessualen Entscheidungen.

Die mit Hilfe der Algorithmen gewonnenen Daten sind ausschließlich hilfsweise zu verstehen. Die Polizei ist verpflichtet, jede Information sorgfältig über andere offizielle Quellen und gesetzlich vorgesehene Verfahren zu überprüfen. Erst nach zusätzlicher Bestätigung können die Ergebnisse der Systemarbeit in einem Straf- oder Verwaltungsverfahren verwendet werden.

### Schutz vor totaler Überwachung

Angesichts der Sensibilität der Gesichtserkennungstechnologien hat das Innenministerium strenge Beschränkungen eingeführt, um die Privatsphäre der Bürger zu schützen. Im System „Likon' ist es strengstens verboten, eine allgemeine oder totale Überwachung durchzuführen sowie personenbezogene Daten unkontrolliert zu kopieren oder zu speichern.

Um die Sicherheit zu gewährleisten und Missbrauch zu verhindern, haben die Entwickler zwei wichtige technische Mechanismen implementiert:

    - **Vollständige Protokollierung von Aktionen:** Jeder Zugriff eines Beamten auf das System, das Hochladen von Fotos oder das Ansehen von Ergebnissen wird automatisch in elektronischen Protokollen festgehalten. Dies macht eine geheime Nutzung der Ressource für private Zwecke unmöglich.

    - **Sofortige Löschung von Daten:** Die hochgeladenen Fotos der Nutzer werden nicht dauerhaft im System gespeichert. Die Algorithmen löschen sie sofort nach Beendigung des Vergleichsprozesses.

So soll „Likon' ein effektives Instrument für die operative Arbeit werden, ohne das Gleichgewicht zwischen der Sicherheit der Gesellschaft und den Rechten des Einzelnen zu stören.