In der Nacht auf den 11. September wurden gleich mehrere russische Städte – Wolgograd, Kaspijsk und Samara – beschossen, und laut vorläufigen Angaben wurden Objekte der Erdölverarbeitungs- und Hafeninfrastruktur angegriffen. Dies berichten ukrainische Medien unter Berufung auf Aussagen regionaler Behörden, Augenzeugen und städtische Telegram-Kanäle. Die konkreteste Bestätigung kam aus Wolgograd, wo der Gouverneur Andrei Tschatschabow den Abwurf von Trümmern auf dem Gelände eines Industriebetriebs im Süden der Stadt registrierte und von der Arbeit der Einsatzdienste berichtete.
Wolgograd: Abwurf von Trümmern und Berichte über einen Brand an einer Raffinerie
Laut Augenzeugen waren in Wolgograd in der Nacht ein Drohnenlärm und Explosionen zu hören, und in den sozialen Medien erschienen Berichte über einen Angriff auf die örtliche Erdölraffinerie. Einige ukrainische Medien (Focus, Gazeta.ua) geben an, dass nach den Schlägen die Raffinerie brennt, und verknüpfen sie mit dem Unternehmen „Lukoil“ und berichten über Verletzte. Der Gouverneur der Region bestätigte in seinem offiziellen Telegram-Kanal lediglich den Abwurf von Trümmern auf einem Industriebetrieb im Süden Wolgrads und bemerkte, dass die Beseitigung der Folgen andauere; detailliertere Informationen über die Art der Schäden und das Vorhandensein von Opfern lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.
Kaspijsk und Samara: vorläufige Daten und fehlende offizielle Bestätigungen
In Kaspijsk wurde laut vorläufigen Angaben infolge eines Drohnenbeschusses der Hafen angegriffen; in den Publikationen wurden mehrere Fotos vom Ort veröffentlicht. Die Stadtverwaltung beschränkte sich in der Telegram-Kanal jedoch nur bis zum Morgen auf Empfehlungen an die Bewohner zum Verhalten bei Beschuss durch unbemannte Fluggeräte, ohne den Angriff auf die Hafeninfrastruktur zu bestätigen. In Samara warnte in der Nacht im offiziellen städtischen Kanal vor der Gefahr unbemannter Fluggeräte und rief zur Vorsicht auf, wobei keine offiziellen Aussagen über die Folgen folgten. Bewohner berichteten in den Publikationen über hörbare Explosionen und die Arbeit der Luftabwehrsysteme.
Kontext: Saratow und die rekordverdächtige Reichweite der Angriffe
Zu erinnern ist, dass ebenfalls in der Nacht auf den 11. September Drohnen den russischen Saratow angriffen, nach den Schlägen eine Erdölraffinerie und ein Lager der Kette OZON in Brand gerieten, wie 24tv und andere Medien berichten. Parallel schrieb RBC-Ukraine über die rekordverdächtige Reichweite der Treffer russischer Ziele: Mit einem kräftigen Drohnenangriff mit FP-1 wurden die russischen Gaswerke Nowourjengoi und Purowskij getroffen. Die Gesamtheit dieser Ereignisse deutet auf eine Erweiterung der Geografie und der Reichweite der Angriffe auf Objekte der Energie- und Treibstoffwirtschaft hin.
Widersprüchliche Angaben
Zwischen den Aussagen der Parteien und den Veröffentlichungen im Netz gibt es deutliche Abweichungen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials nicht vollständig geklärt werden konnten. Erstens, zu Wolgograd: Gouverneur Tschatschabow verwendete die vorsichtige Formulierung vom „Abwurf von Trümmern auf dem Gelände eines Industriebetriebs“, während Focus und Gazeta.ua direkt über einen Brand an der Raffinerie „Lukoil“ und Verletzte berichten; bis zur offiziellen Bestätigung des Schadensumfangs widersprechen sich diese Versionen. Zweitens, der Angriff auf den Hafen in Kaspijsk basiert auf Fotos aus Publikationen und wird von der Stadtverwaltung nicht bestätigt, die nur eine Sicherheitshinweis-Information veröffentlichte. Drittens, zu Samara gibt es überhaupt keine offiziellen Aussagen über die Folgen – nur eine Warnung vor der Gefahr unbemannter Fluggeräte und Berichte der Bewohner über Explosionen und die Arbeit der Luftabwehr. Somit ist der nächtliche Beschuss mehrerer Städte bestätigt, während die konkreten Ziele (Raffinerie, Hafen) und das Vorhandensein von Verletzten auf der Ebene vorläufiger und widersprüchlicher Angaben bleiben.