Die Nacht zum 6. Juni wurde zu einer weiteren Prüfung für die Bewohner der Grenzregion. Russische Truppen führten eine Serie von Angriffen auf die Oblast Sumy durch, wobei sie kritische Infrastruktur und zivile Objekte ins Visier nahmen. Im Zentrum der Attacken befanden sich Energienetze, Verkehrsknotenpunkte und sogar Postrouten.
Energieversorgung unter Beschuss
Laut Oleksandr Grygorov, dem Leiter der Militärverwaltung der Oblast Sumy, traf der Hauptschlag die Energieinfrastruktur. Abends begannen in vielen Ortschaften der Region massive Stromausfälle. Das Licht ging in den Häusern aus, die Arbeit in den Betrieben kam zum Erliegen und der gewohnte Lebensrhythmus wurde gestört.
Die Energieversorger arbeiten im Notfallmodus, um die Folgen zu beseitigen. Teams sind bereits an die Schadensorte vor Ort gefahren, um die Stromversorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, doch das Ausmaß der Zerstörung erfordert Zeit und Ressourcen.
Tragödie an der Tankstelle und auf der Straße
Nach Mitternacht griff ein feindlicher Drohne eine Tankstelle in der Gemeinde Trostianets an. Durch den Treffer wurde eine Tankstellenmitarbeiterin verletzt. Die Frau wurde dringend ins Krankenhaus eingeliefert; die Ärzte bewerten ihren Zustand als stabil – ihr Leben ist nicht in Gefahr.
Eine weitere Tragödie ereignete sich später: Ein russischer Drohne griff ein Postfahrzeug auf der Straße im Rajon Sumy, in der Nähe der Gemeinde Sadove, an. Der Fahrer erlitt Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er die notwendige medizinische Hilfe erhält.
Opfer unter der Zivilbevölkerung
Während des Tages wurden in den Grenzgemeinden der Region Sumy infolge feindlicher Angriffe weitere fünf Personen verletzt. Dies ist nicht der erste Angriff der letzten Tage – in der Nacht zum 5. Juni wurde der Terminal „Kernel“ im Hafen von Tschornomorsk beschädigt, und in der Oblast Kiew kamen bei einem Drohnenangriff vier Menschen in der Fabrik „Jahotynske dlja dietei“ ums Leben.
Gesamtbild der Angriffe
In der Nacht zum 6. Juni startete Russland 272 Kampfdrohnen gegen die Ukraine. Die Luftabwehr gelang es, die meisten davon abzuschießen, doch einige erreichten ihre Ziele. Neben der Region Sumy wurden auch die Oblaste Odessa und Saporischschja getroffen – dort wurden ebenfalls zivile und kritische Infrastrukturobjekte beschädigt; es gibt Tote und Verletzte.
Die Lage bleibt angespannt. Die Zivilbevölkerung lebt weiterhin unter ständiger Bedrohung, während Behörden und Rettungskräfte alles tun, um die Folgen der Angriffe zu minimieren und das normale Leben wiederherzustellen.