In der Nacht zum 7. Juni wurde der besetzte Teil der Oblast Donezk von unbemannten Fluggeräten angegriffen. Das Hauptziel des Angriffs war das Wärmekraftwerk Suszewska in der Stadt Scharowsk. Die Ereignisse entwickelten sich rasch: Nach dem Einschlag von Drohnen in der Nähe des Dorfes Tschiastjakowo brach ein massiver Brand aus, der das umliegende Gebiet erfasste.

Energetischer Zusammenbruch auf besetztem Gebiet

Das Wärmekraftwerk Suszewska, das sich etwa 40 Kilometer östlich von Donezk befindet, ist ein Schlüsselelement des regionalen Energiesystems. Seit 2014 steht die Anlage unter der Kontrolle der Besatzungsmächte. Der Angriff auf das Objekt hatte schwerwiegende Folgen für die Infrastruktur. Laut Informationen aus offenen Quellen blieben mehrere große Siedlungen ohne Stromversorgung. Zum betroffenen Gebiet gehörten Makijewka, Chartsyzsk, Jenakijewe, Debaltsewe und Kirowoske.

Angriffe auf logistische Knotenpunkte

Neben Energieanlagen wurden auch Elemente der Eisenbahninfrastruktur getroffen. Im Internet verbreitet sich die Information über die Zerstörung von Gleisen, was die Logistik in der Region erheblich erschweren könnte. Die Situation wird dadurch verschärft, dass Überwachungsressourcen auch in der benachbarten Oblast Luhansk Drohnenaktivitäten registrierten. In der Nähe des Dorfes Rodakowo wurde ebenfalls ein Brand an einer Eisenbahnunterstation registriert, der nach einem Angriff von Kampfdrohnen entstand.

Lage in anderen Regionen

Die Angriffe in der Nacht zum 7. Juni beschränkten sich nicht nur auf den Donbass. In derselben Zeit wurden im besetzten Krim explosionsartige Geräusche und Schüsse registriert. Vorläufige Daten deuten auf einen Treffer einer Ölbasis durch eine Drohne hin. Zuvor, am 5. Juni, betraf ein massiver Drohnenangriff eine Reihe russischer Städte, einschließlich der Häfen von Mariupol und Berdjansk. Die Serie von Angriffen deutet darauf hin, dass die aktiven Kampfhandlungen fortgesetzt werden und sich auf die kritische Infrastruktur des Gegners konzentrieren.