In der Nacht zum 26. Juni wurde der Oblast Odessa erneut Ziel russischer Angriffe. Hauptziel war die Energieinfrastruktur, was zu weitreichenden Stromausfällen und Bränden in Grenznähe führte.

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf die Bezirksstaatliche Verwaltung von Izmail (RGA) meldet, griff der Gegner Objekte in der städtischen Territorialgemeinde Wilkowo an. Infolge des Angriffs wurden Teile des Energiesystems und der zivilen Infrastruktur beschädigt, es kam zu einem Brand.

Folgen des Angriffs: ohne Strom und ein Verletzter

Unmittelbar nach dem Angriff begannen Einheiten des staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) mit der Beseitigung der Folgen. Laut Behördenangaben wurde eine Person verletzt – ihr wurde medizinische Hilfe geleistet.

Als kritische Folge des Angriffs trat ein vollständiger Stromausfall ein. Ohne Strom blieb die Stadt Wilkowo sowie mehrere Ortschaften der Gemeinde Wilkowo. Die Beschädigung der Energieinfrastruktur erfordert Zeit für die Wiederherstellung, was für die Bewohner der Region erhebliche Schwierigkeiten bereitet.

Serie von Angriffen auf den Süden der Ukraine

Der Angriff auf Wilkowo war Teil einer Serie von Schlägen gegen den Oblast Odessa im Juni. Bereits am 21. Juni hatten russische Truppen mit einer Iskander-Rakete ein landwirtschaftliches Unternehmen im Rajon Odessa getroffen. Dabei gerieten Fahrzeuge und Kraftstoffbehälter in Brand, zudem wurde ein Lagerraum zerstört.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 12. Juni, als der Gegner den Süden des Oblasts angriff. An jenem Tag traf eine Rakete ein Wohngebiet, eine andere beschädigte Solarpaneele auf einem Betrieb. Diese Vorfälle belegen den systematischen Charakter der Angriffe auf die Infrastruktur der Region.