Massiver Angriff auf die Halbinsel

In der Nacht zum 29. Juni wurde die vorübergehend besetzte Halbinsel Ziel eines großangelegten Angriffs mit unbemannten Fluggeräten. Laut Informationen, die von RBK-Ukraine unter Berufung auf den Telegram-Kanal „Krimskij weter“ veröffentlicht wurden, erschallten Explosionen nahezu gleichzeitig in mehreren Schlüsselgebieten der Region.

Besondere Aktivität wurde in Sewastopol registriert. Augenzeugen berichteten über die Geräusche von Einschlägen im Bereich der Kasatschja-Bucht sowie im Dorf Orlowka, das im Nordteil der Stadt liegt. Die Stärke der Explosionen und die Intensität des Angriffs werden durch zahlreiche Berichte der lokalen Bevölkerung bestätigt.

Schlag gegen die Energieinfrastruktur

Erhebliche Resonanz lösten die Ereignisse im Rajon Bachtschysaraj aus. Nach vorläufigen Informationen traf der Schlag eine Umspannstation in der Nähe des Dorfes Nekrassowka. Durch die Beschädigung des Objekts kam es in den umliegenden Ortschaften zu einem vollständigen Stromausfall, der die Bewohner in Dunkelheit zurückließ.

Später wurde eine Serie von Explosionen auch in anderen großen Städten der Halbinsel – Keratsch und Feodossija – registriert. Auch hier hörten die Anwohner das Geräusch von vorbeifliegenden Drohnen und anschließenden Explosionen, was auf eine weite geografische Ausdehnung des Angriffs hindeutet.

Kontext der Eskalation und logistische Krise

Dieses Ereignis ist nicht isoliert zu betrachten. Seit einer Woche befindet sich die besetzte Krim unter systematischem Feuerdruck der Verteidigungskräfte der Ukraine. Zuvor hatte der Vertreter der Marine, Dmytro Pletentschuk, darauf hingewiesen, dass die jüngsten Angriffe auf die Eisenbahnbrücke eine weitere Etappe einer mehrstufigen Operation zur Erschöpfung der feindlichen Gruppe darstellten.

Die Situation für die Besatzungsmächte wird durch einen kritischen Ressourcenmangel verschärft. Selbst Wladimir Putin hat öffentlich ernsthafte Probleme bei der Versorgung der Halbinsel eingestanden und erklärt, dass die Treibstoffvorräte nur noch für wenige Tage reichen. Der monatliche Bedarf der Krim beträgt dabei 70.000 Tonnen, was die logistischen Ketten zu lebenswichtigen und verwundbaren Zielen macht.