Die Nacht vom 4. auf den 5. August wurde für Kiew zu einer Zeit massiver Angriffe. Russische Streitkräfte griffen die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an, was zu einer Serie starker Explosionen und zahlreichen Bränden in verschiedenen Stadtteilen führte. Die schwerwiegendsten Folgen hatte der Oblonker Rajon zu verzeichnen, wo ein hohes Wohngebäude in Flammen aufging.
Brände in Wohn- und Bürogebäuden
Laut Informationen der Pressestelle der Militärverwaltung der Stadt Kiew (GVA) kam es im Oblonker Rajon zu einem Brand in einem 20-stöckigen Wohnhaus. Die Meldung über den Vorfall ging nach 1 Uhr morgens ein, woraufhin sofort die Notdienste alarmiert wurden. Darüber hinaus brach in diesem Bezirk auch in einem weiteren Wohnhaus sowie in Lagerhallen an zwei Adressen Feuer aus.
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte die Treffer und präzisierte, dass der Einschlag auf ein unbebautes Gebiet und ein Bürogebäude fiel. Die Lage im Bezirk bleibt angespannt; Rettungskräfte führen aktive Löscharbeiten und Evakuierungen durch.
Zerstörungen in anderen Stadtteilen
Nicht nur Oblon, sondern auch andere Verwaltungseinheiten der Hauptstadt waren betroffen. Bis 1:24 Uhr morgens lagen Meldungen über Schäden und Folgen von Raketenresten aus den Rajonen Swjatoschyn und Desna vor. An einigen Orten verursachten Splitter ballistischer Raketen Schäden an der Infrastruktur und geparkten Fahrzeugen.
Klitschko berichtete zudem von einem Großbrand im Vorort der Hauptstadt – im Rajon Kiew-Swjatoschyn. Dort brannten nicht bewohnte Räume, was den Einsatz zusätzlicher Ressourcen der Feuerwehr erforderte.
Angriffe auf das Kiewer Oblastgebiet
Der Angriff beschränkte sich nicht auf die Stadtgrenzen. Auch das Kiewer Oblastgebiet geriet ins Visier russischer Raketenwerfer. Ein feindlicher Schlag traf Objekte der zivilen Infrastruktur in der Region. Bei dem Vorfall wurde eine Frau verletzt; Details zu ihrem Zustand werden noch geklärt.
Die Ereignisse der Nacht vom 4. auf den 5. August zeigen die hohe Intensität der Kampfhandlungen im Raum der ukrainischen Hauptstadt, wo der Gegner weiterhin ballistische Raketen einsetzt, um Siedlungen zu treffen.